Historisches Foto

Wer erkennt diesen Treffpunkt?

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Wissen Sie, wo wir uns befinden und um was es geht?

Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte eine Tanzschule – heute suchen wir erneut einen beliebten Treffpunkt.

Von Kathrin Schüller

Solingen. Offensichtlich gut was los war bei dem Treffpunkt, den unser heutiges Foto aus der Vergangenheit zeigt. Wissen Sie, wo wir uns befinden und um was es geht? Dann schicken Sie uns doch Ihre Erinnerungen und Anekdoten, die Sie mit der Aufnahme verbinden. Wir freuen uns über Ihre Einsendung bis zum 17. Februar. Gerne per E-Mail an die Redaktion.
redaktion@solinger-tageblatt.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Gisela und Günter Schlemper geraten ins Schwärmen, wenn sie sich an die große Tanzfläche erinnern „auf der man zu klassischen Rhythmen von Hugo Strasser Tanzsport in vollen Zügen genießen konnte“. Auslöser für ihre Reise in die Vergangenheit war unser Rätselfoto der vergangenen Woche. Es zeigte den großen Veranstaltungssaal der Tanzschule Waluga.

Seit dem Zweiten Weltkrieg bis Ende der 90er Jahre pilgerten junge Menschen zur Grundstraße und später zur Florastraße, um von Max und Ilse Waluga in die Grundkenntnisse des Tanzsports eingeführt zu werden und ganz nebenbei auch noch etwas über gutes Benehmen zu lernen.

Auch der neueste Klatsch wurde ausgetauscht

So ging es auch ST-Leserin Carolin Krause-Walter. Für sie bedeutete unsere jüngste Rätsel-Folge dazu eine bisher einmalige Chance zum Mitmachen. „Zwar erkenne ich oft die gesuchten Orte, allerdings fehlen mir, vielleicht auch altersbedingt – ich bin Jahrgang 1981– die Anekdoten“, erklärt sie. Aber: „Jetzt schlägt auch mal meine Stunde“, schreibt sie erfreut. „Gezeigt wird diesmal der Saal der ehemaligen Tanzschule Waluga an der Florastraße. Offenbar kurz vor einem Weihnachtsball oder Schlussball in der Weihnachtszeit“, so ihre Vermutung. Darauf weise die LP am Pult des DJs hin.

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„Nach ‚frühkindlicher Tanzausbildung‘ in der Ballettschule Karin Thierbach ,nebenan‘ ging es als Teenager Mitte der 1990er Jahre zur ‚Tanzstunde‘, um bei Waluga Standard- und lateinamerikanischen Tanz zu erlernen.“ Damals habe es, anders aus auf dem ST-Foto, im hinteren Saal ebenfalls Sitznischen mit Eckbänken gegeben.

Tanzen habe ihr viel Spaß gemacht. Das Talent reichte vom Grundkurs bis zum silbernen Tanzabzeichen. „Öfters durfte ich mit dem Tanzlehrer Herrn Wingenfeld neue Schrittkombinationen vortanzen. Wenn die Kursteilnehmer dann mehr oder weniger erfolgreich die ersten Versuche machten, sagte Herr Wingenfeld gerne ‚das machen wir besser noch mal besser‘“.

Legendär sei auch der Tanztee am Sonntag gewesen. Kaum war man drin, „wurde das Eintrittsgeld von Frau Waluga freundlich, aber bestimmt einkassiert“. Ein kurzer Plausch an der Bar und dann ging es los. „Nebenbei wurde natürlich auch der neueste Klatsch ausgetauscht – wer mit wem und warum – neue Liebespärchen haben sich gefunden, aber auch manches Herz wurde gebrochen.“ Carolin Krause-Walter erlebte Waluga „quasi in der letzten Phase“ – ST-Leser Markus Richter in den 70er Jahren. Seitens der Eltern sei beharrlich darauf hingewiesen worden, dass dort nicht nur Tanz, sondern auch die erforderliche gesellschaftliche Etikette vermittelt wurde. „Und dem war auch so!“ Er habe über viele Jahre hinweg seine Zeit bei Waluga verbracht. „Vom Anfängerkurs bis zum Erreichen der goldenen Tanznadel wurde alles mitgenommen.“

Waluga unterrichtete an der Florastraße. Getanzt wurde im langgestreckten Querbau.

An eine Anekdote erinnert sich Markus Richter besonders gerne. „Ich durfte noch unter Frau Waluga an einer Formationsgruppe für lateinamerikanischen Tanz teilnehmen. Um unsere Tanzhaltung besser korrigieren zu können, hat sie sich auf die Empore der oberen Etage gestellt und wir mussten paarweise unter dieser ‚hertanzen‘, so dass sie von oben eine Sicht auf uns hatte.“ Das sei zwar sehr effektiv gewesen, aber die Tanzpaare hätten es gehasst. Aber dennoch hätten sie alle bei Waluga eine tolle Zeit verbracht.

Eine tolle Tanzschulzeit hatte auch ST-Leserin Gisela Siebert. Aber bei ihrer Antwort hat sie sich leider geirrt: Sie fühlte sich an die Tanzschule Wagner/später Roes erinnert und schickte uns aus dieser Zeit wunderschöne alte Fotos. Danke dafür.

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