Historisches Foto

Wer erkennt diese Wohnsiedlung?

Wer erkennt diese Wohnsiedlung?
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Wer erkennt diese Wohnsiedlung?

ST-Leser erinnern sich an das erste Solinger Hochhaus an der Hasselstraße, das wir in der vergangenen Woche gesucht haben.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Auch heute geht es wieder um eine Wohnsiedlung in Solingen. Wer erkennt sie? Wer hat dort gelebt oder wohnt vielleicht selbst dort und kann sich noch an Interessantes rund um den Bau der Siedlung oder das Wohnen dort erinnern? Schreiben Sie uns, wir freuen uns auf ihre Einsendungen zu diesem Foto. Senden Sie uns gerne bis zum 5. Mai eine E-Mail. redaktion@solinger-tageblatt.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche: Wettrennen gegen den Aufzug gemacht

Das historische Foto vom vergangenen Samstag hatte uns ST-Leserin Eva Mersch aus ihrem privaten Familienalbum zur Verfügung gestellt. „Meines Wissens ist es das erste Solinger Hochhaus, es wurde 1958 vom Beamtenbauverein Solingen an der Hasselstraße gebaut“, schrieb sie. Neben dem Gebäude mit der Hausnummer 2a+b seien zeitgleich die Häuser Hasselstraße 2, 2c und 4 gebaut worden. „Meine Eltern waren mit uns Kindern als erste Mieter in das Hochhaus 2a eingezogen, ich meine, es war im Februar 1958“, erinnert sie sich. Ihrem Foto hatte Eva Mersch noch einen Artikel aus der Sonderbeilage des Solinger Tageblatts beigefügt, die das ST damals zu dem Haus veröffentlicht hatte.

Das Haus an der Hasselstraße 2a und 2b war Ende der 1950er Jahre wohl das erste „Hochhaus“ in der Klingenstadt.

Auch Lutz Wölfer hat das Foto sofort erkannt. „Bis zu meinem sechsten Lebensjahr habe ich dort gewohnt – in der fünften Etage“, schrieb er. Das Beste sei der Müllschlucker auf jeder Etage gewesen.

Müllschlucker wurde geliebt und gehasst

Daran erinnert sich auch Eva Mersch. „Der Müllschlucker wurde damals aber schon nach einigen Jahren nicht mehr betrieben. Sehr zur Freude unserer Familie. Wir wohnten nämlich Parterre und der Müll aus den oberen Stockwerken fiel nicht lautlos in den Keller.“ Ansonsten habe sie dort eine schöne Kindheit verlebt. „Es gab genug Platz zum Spielen.“ Nur auf der Wiese habe ein Schild „Spielen verboten“ gestanden – „darauf hatte der Hausmeister wohl zu achten“.

Ihre Eltern hatten damals dort eine Werkswohnung, angemietet von der Firma Rasspe. „Im Keller gab es eine Bügelmaschine und eine Heißmangel und wir hatten ein Bad – das war Luxus, hatten zu der Zeit doch noch viele Wohnungen das Klo ,auf halber Treppe‘“, so Eva Mersch.

59 Jahre haben ihre Eltern in der Wohnung gelebt. „Erst vor fünf Jahren ist meine Mutter aus Altersgründen dort ausgezogen.“

Auch bei ST-Leserin Sabine Lamping hat das historische Foto viele Erinnerungen geweckt. „Wir wohnten ab 1966 in einem der kleinen Häuser rechts im Bild“, schrieb sie, „wie so viele Familien, deren Väter bei Rasspe beschäftigt waren“.

Im Hintergrund sehe man die Kleingartenanlage und einen Teil des jüdischen Friedhofs. Auch das verwilderte Grundstück von „Müller und Schmidt“ hat sie wiedererkannt – damals „ein herrlicher Spielplatz“.

An seinem optischen Erscheinungsbild hat sich bei dem imposanten Bau in den vergangenen 64 Jahren nicht viel geändert.

Damals wie heute biegt die Hasselstraße von der Cronenberger Straße ab. Die Siedlung Hasseldelle habe es damals allerdings noch nicht gegeben. „Unser Opa zog Ende der 60er in die oberste Etage des Hochhauses. Wir Kinder liebten die fantastische Aussicht. Auch mit dem Aufzug zu fahren, war völlig neu für uns. Wir veranstalteten zum Leidwesen der Bewohner Wettrennen im Treppenhaus, wer wohl schneller ist – mit dem Aufzug oder zu Fuß.“

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