Historisches Foto

Wer erinnert sich noch an diesen Tante-Emma-Laden?

Wer erinnert sich noch an diesen Tante-Emma-Laden. Er befand sich laut ST-Leser Jürgen Evertz am Ende vom Küppersfeld – vor dem Ausbau bis zur Alfred-Nobel-Straße. Schreiben Sie uns gerne bis zum 4. August an ST, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder redaktion@solinger-tageblatt.de
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Wer erinnert sich noch an diesen Tante-Emma-Laden?

Das Rätselbild der vergangenen Woche zeigte einen alten Hotelkomplex. Der war leicht zu verwechseln mit dem heutigen AOK-Gebäude einige Meter weiter.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Wer erinnert sich noch an diesen Tante-Emma-Laden. Er befand sich laut ST-Leser Jürgen Evertz am Ende vom Küppersfeld – vor dem Ausbau bis zur Alfred-Nobel-Straße. Schreiben Sie uns gerne bis zum 4. August an ST, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder redaktion@solinger-tageblatt.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche: Vom Hotel zum Gewerkschaftshaus

Von dem Gebäude, das wir am vergangenen Samstag als historisches Foto veröffentlicht haben, ist heute im Solinger Stadtbild nichts mehr zu sehen. Einige ST-Leser haben es erkannt. Teilweise kam es aber auch zu Verwechslungen mit dem langen Gebäuderiegel etwas weiter oben an der Kölner Straße, in dem heute AOK und Spar- und Bauverein untergebracht sind.

Das alte Hotelgebäude wurde 1944 schwer beschädigt und steht heute nicht mehr.

„Das gesuchte Gebäude ist das Gewerkschaftshaus an der Kölner Straße 45. Im Januar 1904 kaufte das Hotel Eggers das Gebäude. 1924/ 1925 trat die Genossenschaft das Nachbargrundstück an den Spar- und Bauverein und die AOK ab“, schrieb Monika Müller.

Gisela Siebert verbindet mit dem Haus sogar noch eine ganz persönliche Erinnerung. „Das Haus stand in dem Straßenzug, in dem früher die Firma Gerbracht Büromaterialien und der Juwelier Weller waren“, kennt sie noch mehr ehemalige Geschäfte an der Kölner Straße. „Einmal hat mich mein Mann Günther Siebert, der Abteilungsleiter Judo im Polizeisportverein war, dorthin zu einer sehr schönen Veranstaltung eingeladen.“

Jüngst wurden auf dem Gelände, dem ehemaligen Parkplatz der Firma Hastenrath, Wohnhäuser gebaut.

Elke Steinhaus hat sogar den Bau des Hauses im 19. Jahrhundert dokumentiert. „Das Haus der Gewerkschaften wurde 1867 erbaut. Dort war zeitweise das Hotel Becker, die IHK, ab 1869 das Schützenhaus und das Hotel Eggers untergebracht. Haus der Gewerkschaften war es seit 1905.“ Elke Steinhaus hat recherchiert, dass die Gewerkschaften 1933 aufgelöst, die Mitglieder in die deutsche Arbeiterfront geschickt wurden. Bei den Bombenangriffen auf Solingen am 5. November 1944 sei auch das imposante Gebäude zerstört worden. „Am 29. Oktober 1955 wurde der Grundstein für ein neues Haus gelegt, am 12. April 1957 war dann Einweihung“, so Elke Steinhaus.

Auch Norbert H. Posthum würde die Aufnahme auf die Zeit in den 1930er Jahren datieren. Damals habe das Haus über einen großen Konzertsaal verfügt, in dem bis zu 400  Personen Platz finden konnten. „Ab 1931 hatte der Deutsche Metallarbeiterverband DMV die Wirtschaft in Eigenregie geführt. Im Zuge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden die Gewerkschaften in die Deutsche Arbeiterfront überführt. Viele der bis dahin handelnden Personen haben die Nazi-Diktatur nicht überlebt“, schreibt Posthum. Auf dem Gelände, früher Parkplatz von Hastenrath, wurden jetzt Wohnungen gebaut.

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