Historisches Foto

Welches Gebäude suchen wir in dieser Woche?

Erkennen Sie das Gebäude?
+
Erkennen Sie das Gebäude?

Vergangene Woche haben wir den Hackhauser Hof gesucht.

Von Sebastian Dorfmüller

Solingen. Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Was verbinden sie mit dem Motiv? Welche Erinnerungen haben Sie? Als kleiner Hinweis: Ganz in der Nähe befindet sich eine Schule, die sich einen Teil ihres Namens mit dem des Gebäudes auf dem Foto teilt. Wenn Sie eine Idee haben, worum es sich hier handelt, senden Sie uns Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis kommenden Donnerstag, 13.  Mai, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder – noch einfacher - per E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Mit dem letzten historischen Foto stellten wir unsere Leser vor ein schwieriges Rätsel. Anhand einer Außenaufnahme suchten wir das Hauptgebäude des Hackhauser Hofes, welches heute als evangelische Jugendbildungsstätte genutzt wird. Grade einmal drei ST-Leser haben sich zu Wort gemeldet. „Der Hof liegt abseits der städtischen Bebauung in einem Waldgebiet südlich der Ohligser Heide“, schreibt Norbert Posthum. Der Zugang erfolge über eine Stichstraße von der Bonner Straße abzweigend. „Ich komme dort schon seit einigen Jahren öfter hin, da ich für die evangelische Kirche arbeite“, schreibt Yannik Breithor. Der Ursprung der Gebäude und der Hofschaft geht auf das Mittelalter zurück. „Er war der Wirtschaftshof des Schlosses Hackhausen, in dem für die Versorgung der Schlossbewohner nötige Lebensmittel angebaut und erzeugt wurden“, erklärt Norbert Posthum. „Das im Foto gezeigte Gebäude wurde 1907 von Richard Berg junior erbaut, einem Sohn von Kommerzienrat Richard Berg“, schreibt Horst Rosenstock. Berg habe auch das etwas oberhalb liegende Gebäude Hackhausen 15 erbaut. Ab 1908 diente das Gebäude dann dem „Verein der Evangelischen Weiblichen Jugend im Rheinland“ als Domizil. Der Verein kümmerte sich um junge Arbeiterinnen und Hausangestellte. Nach 1945 bildete sich daraus eine Gemeindejugend. „Mit dem Ziel, die Jugendarbeit in den Ortsgemeinden zu stärken, wurde in den 60er Jahren der Verein ,Evangelische Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof‘ gegründet“, wie aus einem alten Artikel des Solinger Tageblatts hervorgeht. Die Evangelische Kirche im Rheinland habe dem Verein das Haus und Gelände überlassen, sowie zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt, damit dort die Qualifizierung und Förderung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit für die Landeskirche durchgeführt werden würde. Darüber hinaus werde der Hackhauser Hof als Gästehaus für Kinder- und Jugendgruppen genutzt. 2005 wurde der Altteil dann aufwendig restauriert und ausgebaut, bevor die Gebäude 2020 durch ein Verwaltungs- und Wohngebäude erweitert wurden. Das Credo des Hackhauser Hofes laute „Leben und lernen im Grünen für ein Leben, das lebendig und kräftig ist für sich und andere“, schreibt Norbert Posthum.

Der Hackhauser Hof dient seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Domizil verschiedener evangelischer Einrichtungen.

Hofschaften gehören zu altem Schloss mit langer Vergangenheit Die Aufzeichnungen vom Wasserschloss Hackhausen reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Es wechselte oft den Besitzer, bevor es 1887 durch den Gutsverwalter in Brand gesetzt wurde und daraufhin mitsamt der Wirtschaftsgebäude niederbrannte. Lediglich im Erdgeschoss überstanden einige der Mauern des Schlosses das Feuer. „Während des ganzen Sonntags pilgerten Hunderte nach der Brandstätte hinaus, um die Verwüstung in Augenschein zu nehmen“, schreibt das Solinger Kreis-Intelligenzblatt 1887. Sechs Jahre später kauften August von Recklinghausen und Richard Berg die Ruine. Kurz darauf ließ Richard Berg das neue Haus Hackhausen erbauen. Es liegt gegenüber dem Schloss, auf der anderen Seite der Landstraße. Danach ließen die beiden Kaufleute 1907 das Schloss nach alten Plänen auf Basis von Entwürfen des Architekten Paul Schultze-Naumburg wiedererrichten.

In den vergangenen Jahren wurde der Hackhauser Hof renoviert und erweitert.

Das Schloss, mitsamt einiger Nebengebäude, wurde im Oktober 1981 als eines der ersten Objekte in Solingen unter Baudenkmalschutz gestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Rückkauf der Ohligser Festhalle erntet Zustimmung
Rückkauf der Ohligser Festhalle erntet Zustimmung
Rückkauf der Ohligser Festhalle erntet Zustimmung
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare