Historisches Foto

Welche Kreuzung suchen wir heute?

Welche Kreuzung suchen wir heute?
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Welche Kreuzung suchen wir heute?

Das historische Foto in der vergangenen Woche zeigte das Haus Glüder. Dieses Mal suchen wir eine Kreuzung, die sich im Lauf der Jahre sehr verändert hat.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Viel hat sich auf der Kreuzung, die das neue historische Foto zeigt, verändert – dennoch dürften sie die meisten Solinger erkennen. Wo befindet sie sich? Was verbinden Sie mit dem Ort? Schicken Sie doch bitte Ihre Erinnerungen und Anekdoten bis Donnerstag, 28. Oktober, – mit dem Vermerk „Historisches Foto“ – an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de Foto: ST-Archiv

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Am 10. Juli 1967 ist das historische Foto aus der vergangenen Woche ursprünglich im Solinger Tageblatt erschienen. Der Anlass war ein Freudiger. Der Familie Wieden sei es zu verdanken, dass Glüder „allmählich zu einem Ausflugsparadies“ geworden sei, war vor 54 Jahren zu lesen. Und weiter: „Neben Campingplatz, zwei Golfplätzen (Mini und Gobi), dem Restaurant ‚Zur Bauernstube‘ und der ‚Sansibar‘ eröffnet heute unter der Leitung der Familie Bekker das neuerbaut ‚Haus Glüder‘ seine Pforten.“ Einige ST-Leser haben die Gaststätte erkannt. Darunter befand sich neben Elke Steinhaus auch Dr. Ralf Kemper. In internationaler Begleitung stattete er dem Gastronomiebetrieb einen Besuch ab: „1986 wählte ich für eine gute Freundin aus Namibia neben Schloss Burg auch Glüder und diese Gaststätte. Aber Schloss Burg und die dortige Gastronomie kamen bei ihr besser an.“

Das historische Foto der vergangenen Woche ist ursprünglich am 10. Juli 1967 im Tageblatt erschienen.

Norbert H. Posthum erinnert daran, dass man das Lokal im Verbund mit den anderen Angeboten in Glüder sehen müsste – Campingplatz, Minigolfanlage und früher der Märchenwald. „Es handelt sich um ein kleines Ferienparadies, eingebettet in die Berghänge zu beiden Seiten der Wupper“, berichtet der ST-Leser. Das Ausflugsziel sei vor allem bei Gästen aus den Benelux-Ländern beliebt, für die das Umfeld den Charakter einer Gebirgslandschaft habe.

Ab Ende der 1880er Jahre betrieb Carl Soffel ein Restaurant in Glüder

Norbert H. Posthum selbst war als Kind mit seinen Eltern zum Minigolfspielen in Glüder. Den Weg von der Südstadt dorthin legte die Familie zu Fuß zurück: „Zur Belohnung gab es eine Limo oder ein Eis am Stiel. Seinerzeit war man weitaus bescheidener. Ein Auto hatten nur wenige.“

Eis und Minigolf waren nicht unbedingt Daniel Konrads vorrangige Ziele in Glüder. Auch er hat die ehemalige Gaststätte erkannt. Tagsüber habe der Gastronomiebetrieb Kaffee und Kuchen aufgetischt, in der Nacht sei er „die Anlaufstelle für alle Getaway-Besucher“ gewesen. Das galt auch für Konrads selbst. „Auch ich war früher, bis zum letzten Get-Tag, häufig im Waldcafé. Oft bis zu drei- oder viermal die Woche. Dort gab es kleine Snacks und in der Regel ein gepflegtes Weizenbier, ehe es dann wieder in die Kultdisco ging“, schreibt er dem ST.

So sieht es in Glüder heute aus.

Seit 1979 war das Getaway nahe der Wupper zu finden. Schon in der Tageblatt-Meldung zur Neueröffnung des Haus Glüder heißt es: „Interessant für die Jugend: Im alten Saal jedes Wochenende Tanz.“ Anfang der 1990er Jahre war es mit dem Nachtleben in Glüder vorbei – die beliebte Rock-Disco zog an die Kottendorfer Straße in Ohligs. Im Februar 2018 fand dort die letzte Party statt und setzte einen Punkt hinter das Kapitel Getaway.

Eng ist Glüder mit Elfi Eckelmanns Familiengeschichte verbunden. Ihr Urgroßvater Carl Soffel erwarb dort Ende der 1880er Jahre ein Restaurant. Nach knapp 17 Jahren verkaufte er das Eigentum, zu dem auch das Kassieren des Zolls der Wupperbrücke in der Nähe gehörte, an Wilhelm Höllischer. Elfi Eckelmann erinnert sich: „Bereits als Kinder waren wir am ehemaligen Haus unseres Urgroßvaters Kaffeetrinken und Opa erzählte, wie er mit seinen Blotschen den Berg zur Schule erklimmen musste.“

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