Historisches Foto

Welche Arbeiten sind hier zu sehen?

Ein Unglück machte die abgebildeten Arbeiten vor mehr als 30 Jahren notwendig.
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Ein Unglück machte die abgebildeten Arbeiten vor mehr als 30 Jahren notwendig.

Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte das Merscheider Milchbüdchen der Familie Ern.

Von Kathrin Schüller und Manuel Böhnke

Solingen. Wissen Sie, was auf dem heutigen historischen Foto zu sehen ist? Kleiner Tipp: Ein Unglück machte die abgebildeten Arbeiten vor mehr als 30 Jahren notwendig. Schreiben Sie uns Ihre Erinnerungen dazu und senden Sie diese bis Donnerstag, 22. September, an das ST.

redaktion@solinger-tageblatt.de 

Rätselbild der vergangenen Woche: Hier gab es Milch und gute Unterhaltung

156 Milchbüdchen gab es einst in Solingen. „Die Milchgeschäfte waren seinerzeit konzessioniert“, erklärt Manfred Ern. Er muss es wissen, denn er hat das Büdchen, das das historische Foto der vergangenen Woche zeigte, selbst betrieben – in Merscheid.

Vor dem Büdchen befand sich die Haltestelle Weiche Merscheid, erinnert sich Michael Münch. Er erklärt: „Hier gab es eine Ausweichstelle der einspurigen Straßenbahn von Solingen nach Ohligs.“ Münchs Tante hat in den 50er Jahren in dem Geschäft gearbeitet. In einem Fass unter der Theke habe sich die Milch befunden.

Vor Ulrike und Manfred Ern betrieb Kurt Lauterbach das Milchbüdchen an der Haltestelle Weiche Merscheid.

Ein Name fällt in den Antworten, die das ST erreicht haben, immer wieder: Kurt Lauterbach (1920-1993). Er war Manfred Erns Vorgänger in dem Milchbüdchen. Bekannt war Lauterbach in den 60er und 70er Jahren jedoch vor allem als Büttenredner.

Renate Topfstedt ist nahe dem Büdchen aufgewachsen. „So war ich als Kind täglich im Lädchen. Gelegentlich gab Herr Lauterbach eine Probe seines Könnens und wiederholte singend meine Bestellung wie eine Opernarie“, blickt sie zurück. „Er trieb im Laden seine Späße“, bestätigt Rolf Hölterhoff. Er besuchte das Büdchen als Kind ebenfalls regelmäßig. „Etwas später ging ich meiner Mutter mit dem ständigen Wunsch auf die Nerven, dort Edelstolz-Kaffee zu kaufen“, schreibt er. Denn den Verpackungen lagen Fußball-Sammelbilder bei.

Hölterhoff und Münch weisen zudem auf das Gebäude links im Hintergrund hin. Dort habe sich die auf Elektromotoren spezialisierte Werkstatt von Louis Schauenberg befunden – eine wichtige Anlaufstelle für Handwerker.

1965 gaben die Erns das Geschäft auf, ein Imbiss zog ein, ehe das Gebäude abgerissen wurde.

Die Geschichte des Milchbüdchens endete 1965, als Ulrike und Manfred Ern das Geschäft aufgaben. Ein Imbiss zog ein, später folgte der Abriss.

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