Historisches Foto

Kennen Sie dieses Gebäude?

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit diesem Gebäude?
+
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit diesem Gebäude?

Das letzte Rätselbild: Vom Brunnen direkt vor der Theke bis hin zum Eisfenster hat das Windhövel einiges zu bieten.

Von Moritz Jonas

Solingen. Dass es sich bei unserem historischen Foto aus der vergangenen Woche um die Gaststätte Windhövel handelte, ist vielen Lesern wie zum Beispiel Rita Groß und Ingrid Margarete Schöll nicht verborgen geblieben. Einen, für den das Foto aber ein echtes Kinderspiel gewesen sein muss, ist Bernd Schluess. Denn er war vom 10. September 1982 bis zum April 2019 Wirt des Lokals. Nach 37 Jahren habe er die Gaststätte allerdings altersbedingt aufgeben müssen, erzählt er. Seit Oktober 2019 werde das Lokal aber von neuen Inhabern weitergeführt, weiß Elke Steinhaus.

Die Geschichte des Lokals geht jedoch noch viel weiter zurück. Das Haus an der Neuenhofer Straße gebe es mutmaßlich schon seit dem 18. Jahrhundert, berichtet Norbert H. Posthum. Seit dem 19. Dezember stehe die Immobilie sogar in der Denkmalliste der Stadt Solingen, so Posthum weiter.

Der Ursprung des Fachwerkhauses liegt vermutlich im 18. Jahrhundert. Seit 1984 steht es auf der Denkmalliste der Stadt.

Besonders beliebt war und ist das Windhövel für seine gesellige Atmosphäre und das schon über lange Jahre. Dr. Hanjo Bergfeld sagt, er habe sich als kleines Kind immer die Radrennen geschaut, die dort ganz in der Nähe stattfanden. „In den Pausen bis das Feld wiederkehrte, bin ich dann in die Gaststätte Windhövel gegangen und habe mir immer wieder staunend die dort ausgestellten Preise angesehen, welche für die Sieger des Rennens bestimmt waren“, sagt Dr. Bergfeld.

Heute wird die Gaststätte von der Familie Hartmann unter dem Namen Hartmanns im Windhövel geführt.

Andere Kinder waren eher weniger an den Radrennen interessiert, sondern eher an den Eishörnchen, die durch ein Fenster heraus verkauft wurden, erinnern sich Andreas Schäfer und Gerd Fritsche. Eine weitere Besonderheit sei, der mit einer Glasscheibe abgedeckte Brunnen im Haus, gleich vor der Theke, wie sich Steinhaus und Posthum erinnern. „Das war eine gute Werbung“, sagt Steinhaus.

„Die Kneipe hatte die Atmosphäre eines irischen Pubs.“

Andreas Schäfer, ST-Leser

Dieser hätte es aber gar nicht bedurft, denn die Leute kamen, und kommen ohnehin gerne in die Gaststätte, alleine schon wegen des schönen Ambiente. „Die Kneipe hatte die Atmosphäre eines irischen Pubs. Die Wirtsleute Windhövel waren uns jungen Leuten gegenüber sehr aufgeschlossen“, erzählt Schäfer. Posthum habe die Inneneinrichtung aufgrund der vielen Bilder an den Wänden mehr an ein Museum erinnert.

Egal ob Pub oder Museum, die Gäste verweilten gerne dort. So wie Karin Fetz, die dort über lange Jahre einen Damen-Stammtisch hatte. Auch Silke Jonas-Lehmkuhl kehrte das ein oder andere Mal nach der Fete am Denkmol oder dem Höhscheider Weihnachtsmarkt ins Windhövel ein. „Dort gab es immer noch ein oder zwei Absacker“, erinnert sie sich.

Eine Geschichte habe man sich im Windhövel gern erzählt, berichtet Gerd Fritsche: Einmal habe der leicht angesäuselte Wirt die Schlagläden zur Hauptstraße schließen wollen. Bevor er aus dem Fenster habe fallen können, packte ihn Frau Windhövel am Kragen, mit den Worten „Und du bleibst hier“ zehrte sie ihn in die Kneipe zurück.

Inzwischen würde das Lokal von der Familie Hartmann unter dem Namen Hartmanns im Windhövel weitergeführt, weiß Elke Steinhaus.

Das neue Rätselbild

Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Was verbinden Sie mit dem Motiv? Welche Erinnerungen haben Sie an dieses Gebäude? Senden Sie Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis kommenden Donnerstag, 8. April, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail.

redaktion@solinger-tageblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare