Historisches Foto

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Wir suchen Ihre Erinnerung zu diesem feuchtfröhlichen Ort.
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Wir suchen Ihre Erinnerung zu diesem feuchtfröhlichen Ort.

Wir suchen Ihre Erinnerung zu diesem feuchtfröhlichen Ort. Das vorherige historische Foto zeigte die Diskothek Libelle in Gräfrath, in der einige Solinger ausgelassen tanzten.

Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Was verbinden Sie mit dem Motiv? Welche Erinnerungen haben Sie? Senden Sie uns Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis kommenden Donnerstag, 4. März, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an redaktion@solinger-tageblatt.de.

Unser vorheriges historisches Foto: Die Diskothek Libelle machte sich auch über Solingens Stadtgrenzen hinaus einen Namen. Seit 2018 steht das Gebäude nicht mehr.

Von Moritz Jonas  

Dieses Mal suchten wir in unserer Rubrik historisches Foto die ehemalige Diskothek Libelle in Gräfrath an der Wuppertaler Straße. Mit dem Abriss des Gebäudes 2018 landete das Tanzlokal endgültig in den Geschichtsbüchern der Solinger Partyszene. In Vergessenheit ist die Libelle dennoch bis heute nicht geraten.

Seit Mitte der 80er Jahre wurde in der Libelle in Gräfrath regelmäßig zu Livemusik ausgelassen gefeiert.

Die Diskothek sei im Jahr 1985 vom Gastronomen Peter von der Heiden, seiner Frau und Geschäftspartner Dirk Kader eröffnet worden, erinnert sich Andreas Schäfer. In den Folgejahren habe er dort viel erlebt, so Schäfer weiter. „Ich habe dort vier Theaterstücke für die Volksbühne inszeniert“, erzählt er. Aber auch viele bekannte Musiker hätten dort seinerzeit gastiert, erinnert sich Norbert H. Posthum. 1988 habe Andreas Schäfer zum Beispiel dafür gesorgt, dass der Jazzmusiker Klaus Doldinger mit seiner Münchener Band Passport in der Libelle ein Gastspiel gab. Solche Auftritte waren natürlich Publikumsmagneten und führten dazu, dass sich die Libelle auch über Solingens Stadtgrenzen hinaus einen Namen machte. Publikum aus der ganzen Region, bis hin zu den Rhein-Metropolen, sei nach Solingen gekommen, um dort zu feiern. Sogar Schauspieler Günter Lamprecht habe in den 90er Jahren im Solinger Tanzschuppen das Tanzbein geschwungen, erinnert sich Schäfer.

Aber nicht nur wer sich zu guter Musik bewegen wollte, war an der Wuppertaler Straße bestens aufgehoben. Es war auch ein beliebter Ort, um neue Bekanntschaften zu machen, erinnert sich Norbert H. Posthum: „Hier wurden viele Kontakte geknüpft, die auch Eheschließungen bewirkt haben. Bei meiner Generation dienten die klassischen Tanzlokale für die Anbahnung von Freundschaften. Es war alles viel förmlicher.“

Auch als sich Gründer Peter von der Heiden in den 90er Jahren dazu entschloss, sein Lokal zu verkaufen, sei es unter dem neuen Besitzer, Guillermo Ribes Vicente, zunächst weiter gut gelaufen. Denn Vicente habe als erster den Umschwung im Musikgeschmack der jungen Generation zu House gesehen, sagt Schäfer.

Die Erlöse der Erinnerungsparty gingen an ein Kinderheim

Ende der 90er sei es dann aber vermehrt zu Beschwerden der Anlieger wegen Lärmbelästigung gekommen, erinnert sich Posthum. Daraufhin seien insgesamt 4000 Unterschriften für den Erhalt der Diskothek gesammelt worden. Allerdings ohne Erfolg. Der damalige Solinger Oberbürgermeister Ulrich Uibel habe die Annahme der Protestnoten abgelehnt. Woraufhin der Libelle dann die Nachtkonzession für die Sperrstunde am Wochenende von 1 bis 5 Uhr morgens entzogen wurde, weiß Posthum.

Guillermo Ribes Vicente verkaufte sein Lokal später an den Solinger Unternehmer Siegfried Lapawa. 2018 wurde das Gebäude der Libelle dann endgültig abgerissen.

Auf dem ehemaligen Gelände der Diskothek soll nun ein Supermarkt gebaut werden.

Was den Gründer Peter von der Heiden damals dazu veranlasst habe, am 13. Oktober 2018 eine Erinnerungsparty in der Alten Maschinenhalle des Gründer- und Technologiezentrums am Grünewald zu veranstalten. Die gesamten Erlöse der Veranstaltung wurden an ein Kinderheim gespendet, berichtet Elke Steinhaus. „Das hat gezeigt, wie beliebt die Libelle in Gräfrath war“, sagt Schäfer über die damalige Feier. Nun soll auf dem Grundstück ein Supermarkt entstehen, den viele Gräfrather bereits lange herbeisehnen.

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