Historisches Foto

Bei welchem Ball ist diese Aufnahme entstanden?

Zum Jahreswechsel 1998/99 entstand unser heutiges Rätselfoto.
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Zum Jahreswechsel 1998/99 entstand unser heutiges Rätselfoto.

Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte „Schnaufi“. 2015 wurde die alte Lok auf dem Spielplatz Engelsberger Hof als Spielgerät umgerüstet.

Von Philipp Müller

Solingen. Zum Jahreswechsel 1998/99 entstand unser heutiges Rätselfoto. Wissen Sie, wo die Aufnahme entstanden ist? Kleiner Tipp: Der Ball in der Innenstadt war geprägt durch ein üppiges Büffet. Mailen Sie uns gerne bis zum 5. Januar Ihre Erinnerungen an Silvesterfeiern anno dazumal in unserer Stadt. Wir freuen uns auf Ihre Erzählungen. Schicken Sie uns auch gerne ganz andere nostalgische Fotos aus Ihren privaten Bilderalben – vielleicht eignen sie sich sogar als Rätselaufgabe für unsere Leser. redaktion@solinger-tageblatt.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche: „Schnaufi“ ist ein Stück Jugend

Heute heißt die Lok auf dem Spielplatz Engelsberger Hof „Schnaufi“. Namenlos haben sie viele Leserinnen und Leser auf dem historischen Foto der Vorwoche erkannt. So erinnert Christoph Schwenke: „Die stand schon Ende der 1970er-Jahre dort, ich habe auf ihr oft mit meinem Bruder Udo gespielt.“ Und er fährt fort: „Es war schon eine Herausforderung, in die Lok hineinzukommen, weil die beiden Stufen zum Führerhaus für kleine Kinder sehr hoch über dem Boden waren, da musste beim Auf- und Absteigen erst einmal die Mama helfen, später halfen wir Kinder uns gegenseitig. Damals gab es mehr Möglichkeiten zum Spielen in der Lok, zum Beispiel einige Hebel, die noch nicht – wie jetzt – fest verschweißt waren. Besonders und faszinierend empfanden wir damals einen drehbaren Fensterrahmen nach hinten heraus. Innerhalb von Schnaufi befand man sich immer irgendwie in einer anderen Welt, das hatte man so auf keinem anderen Spielplatz.“

Lok musste als Spielgerät später stillgelegt werden

Andreas Brühne von der städtischen Objektbetreuung schreibt, er habe lange überlegt, ob er sich zum Foto meldet, denn er hat eine besondere Verbindung zur Lok. Und das ist diese Geschichte: „Viele Jahre später war ich mit einem Kollegen zu einer Fortbildung zum Thema Spielplatzsicherheit und musste danach, wie von Ihnen beschrieben, „meine alte Lok“ absperren. Ich freue mich sehr, dass heute noch die Kinder auf der Lok spielen können.“

Auf dem Spielplatz Engelsberger Hof fand die frühere Betriebslok von Kronprinz eine neue Bestimmung.

Bevor die Lok gesperrt und später als Klettergerüst im April 2015 mit einem großen Fest durch den Verein „Volldampf für Kinder“ wieder „in Betrieb“ genommen wurde, fürchteten Mütter bereits um die Sicherheit ihrer Schützlinge. „Als ich mit meinen Eltern danach dort war, durfte ich nicht so ausgelassen klettern, weil da meine Mutter immer Angst hatte, ich könne mir wehtun“, erzählt dazu Monika Schmidt.

Zur Geschichte der Lok weiß Harald Hoffmann: „Anfang der 70er Jahre war ich Lehrling bei Kronprinz/Mannesmann. Zu der Zeit wurde die alte Betriebslok auch unter Mitwirkung der Lehrwerkstatt für ihre letzte Fahrt auf einem Tieflader in den Engelsberger Hof hergerichtet. „Die Herrichtung der Dampflok wurde von der Mannesmann-Lehrwerkstatt in Solingen-Ohligs durchgeführt“, stimmt Wolfgang Buchholz zu. „Zu dieser Zeit war mein Schwiegervater Herr Werner Krapp dort Leiter. Mein Schwiegervater sagte später, dass an der Dampflok im Laufe der Aufstellung auf dem Spielplatz immer mehr kleinere Anbauteile entwendet wurden.“ „Das ist die Werkslok der Kronprinz A. Ich bin als Lehrling ab und an mit gefahren“, erzählt Willi Retzel.

Die Lokomotive ist heute Teil eines modernen Spielgeräts und trägt den Namen „Schnaufi“.

Harald Hoffman hat noch andere Erinnerungen: „Viele Kinder kletterten damals ohne Bedenken auf ihr herum. Was für ein Spaß. Die in den späteren Jahren aus Sicherheitsgründen vorgenommenen weitmaschigen Netzlösungen zum Schutz der Kinder empfand ich als übertrieben und eher noch für Verletzungen beim Klettern geeignet. Aber so ändern sich die Zeiten.“

„Als Kind war ich mit meinem Vater sehr oft dort“, erinnert sich Ursula Gerhard. „Früher gab es unter dem Führerhaus eine Kammer. Unter dieser Kammer haben wir uns ein geklemmt, um uns zu verstecken. Jahre später wurde diese Kammer zugeschweißt“, weiß Markus Baumhögger zu berichten.

Rachel Louis schreibt: „Das Foto zeigt die alte Dampflok auf dem Spielplatz Engelsberger Hof. Schon als Kind habe ich sie geliebt, und heute ist die Attraktion für meine Kinder, wenn es zu einem Ausflug dorthin geht. Der Engelsberger Hof ist einfach ein toller großer Spielplatz, wo die Kinder viel Spaß haben und wo alte Erinnerungen hochkommen, wie man früher selbst dort war.“

Die richtige Lösung wussten auch: Kirstin Petzke aus Oberschwaben, Manuela Fülling, Michael Denecke, Edeltraud Süß und Achim Huber.

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