Historisches Foto

Wir suchen Ihre Erinnerungen zu diesem Foto

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Das gesuchte Gebäude aus vergangener Woche in Wald hat eine eher unschöne Erinnerung geweckt.

Gute Nachrichten tun gerade besonders gut. Gerade haben wir erfahren, dass die großen Stadtfeste dieses Jahr wieder starten dürfen. Grund genug, in unserem Archiv nach Fotos vergangener Jahre zu kramen. An welche Gelegenheit erinnert Sie unser heutiges historisches Foto. Schreiben Sie uns doch gerne bis Donnerstag, 7. April, eine E-Mail – gerne verbunden mit ihren Erinnerungen: redaktion@solinger-tageblatt.de

Die großen Solinger Feste kehren 2022 zurück

Ehemalige Villa wurde zum Wohnheim

Von Philipp Müller

Solingen. Das Gebäude aus der Vorwoche in unserer Serie „Historisches Foto“ stellte die ST-Leser offensichtlich vor Schwierigkeiten, es zu erkennen. Doch zwei Zuschriften belegen ganz unterschiedliche Geschichten zu dem markanten Gebäude mit der Adresse Locher Straße 2 im Stadtteil Wald.

Im früheren Mädchenheim ging es alles andere als harmonisch zu, erinnert eine ST-Leserin an die Geschichte des Gebäudes in Wald.

So schreibt Christel Mütze, dass es sich bei dem Foto um das ehemalige Mädchenheim an der Locher Straße / Ecke Wiedenkamper Straße in Wald handeln muss. Sie selbst kennt das Haus ganz genau: „Ich bin in dem angrenzenden Haus an der Wiedenkamper Straße groß geworden und wir haben sehr viele unschöne Szenen hautnah erlebt. Die Mädchen versuchten oft, von dort zu fliehen, sind aus dem Fenster gesprungen, haben geschrien und getobt, so dass die Polizei sehr oft dort war.“ Das Haus habe vor dem Anbau des Eingangs und des zweiten Giebels einer Familie Wiegels gehört. In der Familie habe es auch einen Tierarzt gegeben.

Heute trägt das Mädchenheim den Namen Maria Grosser Haus

Im Gebäude an Locher Straße 2 in Wald befindet sich heute das Maria Grosser Haus für geistig behinderte Menschen unter der Regie der Heimstatt Adolf Kolping.

Der langjährige Begleiter des „Historischen Fotos“, Norbert H. Posthum, blickt nicht auf die früheren Zeiten zurück. Er steuert Wissenswertes zur heutigen Nutzung des Gebäudes bei: „Das Foto zeigt das Maria Grosser Haus an der Locher Straße 2 im Stadtteil Wald. Diese Einrichtung wird in der Trägerschaft der Heimstatt Adolph Kolping e. V. geführt. Es handelt sich um eine ehemalige Villa, die seit 1983 als Wohnheim für geistig behinderte Menschen genutzt wird.“ Der Verein selbst erklärt dazu auf seiner Homepage zum Maria Grosser Haus, dass es mit zwölf Einzelzimmern ausgestattet ist. „Ein kleiner Garten wird in den Sommermonaten gerne zur Freizeitgestaltung und Entspannung genutzt.“

Posthum bring uns Adolph Kolping näher, der ein katholischer Priester war. Er habe sich insbesondere mit sozialen Fragen befasst und war Begründer des Kolpingwerkes. „Vor seinem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Schuhmacher. Das Kolpingwerk ist ein katholischer Sozialverband mit bundesweit 215 000 Mitgliedern. Die Kolpingfamilien werden als gemeinnützige Vereine geführt.“

Zur Versorgung der geistig behinderten Bewohnerinnen und Bewohner sagt die Leitung des Hauses: „Das Betreuungsangebot umfasst 24 Stunden, wobei die Nachtzeit durch einen Bereitschaftsdienst abgedeckt wird.“

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