Historisches Foto

Welche Straße wird hier gesucht?

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Welche Straße wird hier gesucht?

Vergangene Woche wurde der Brunnen Läppen in Gräfrath gesucht

Erkennen Sie diese Straße in Solingen? Bitte senden Sie uns Ihre Erinnerungen und Anekdoten bis kommenden Donnerstag, 14. Oktober mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de.

Das historische Foto der vergangenen Woche: Das kalte Wasser der Itter war eine Mutprobe

Von Philipp Müller

Solingen. Das historische Foto der Vorwoche wurde in Gräfrath aufgenommen. Das erinnert Anneliese Kratz an ihre Jugend. „Wir haben als Kinder auf dem Handtuch um das Läppen gesessen und im Brunnen gebadet.“ Das hätten sie mit großen Spaß gemacht, obwohl das Wasser sehr kalt war. Es stamme aus der Quelle der Etter in der Nähe von Schloss Grünewald. Dann sei immer der „Herr Vogt“ vom Bauernhof Kell mit den Pferden gekommen und habe sie zum Tränken gebracht. „Es war für uns Kinder immer schön, wir durften ja noch nicht ins Ittertal zum Schwimmen. So hatten wir im Sommer viel Spaß “, schreibt Anneliese Kratz.

Ähnliche Erlebnisse teilt Hans-Peter Heiermann mit: „Eine schöne Erinnerung an meine Kindheit in Gräfrath: In dem Brunnen haben wir Kinder um 1950 im Sommer gebadet. Das kalte, saubere Wasser aus dem Itterbach war immer eine Mutprobe.“

Der Brunnen gegenüber der Gaststätte Läppen in Gräfrath hat einige ST-Leser an ihre Kindheit erinnert.

Dr. Joachim Steingaß hat sogar eine persönliche Verbindung zu dem Brunnen, der auch heute noch steht: „Der Brunnen wurde von meinem Urgroßvater benutzt, um geschmiedete Teile abzukühlen. Außerdem diente er zum Tränken der Pferde der Spedition Kell.“ Er weist auch auf die Gasstätte „Im Läppen“ hin, die auf der anderen Straßenseite war. „Hinter dem Läppen war die Schlosserei und Schmiede meines Urgroßvaters. Ihm gehörte auch das Haus. Auf dem Haus ist immer noch das Schlosserwappen vorhanden. Der Brunnen wurde von mir in den 60er Jahren wieder aufgebaut.“ Auch zu einem Detail auf dem Bild weiß ST-Leser Steingaß etwas: „Die Irische Telefonzelle dahinter stammt von Herrn Dr. Stefan Goedecke.“

Im Jahr 2014 sorgten Anwohner dafür, dass der Brunnen erhalten blieb. Das wird seitdem mit einem Fest gefeiert.

Anwohner hätten einst Geld für den Erhalt des Brunnens gesammelt, weiß Elke Steinhaus. „2014 gab es zum ersten Mal ein Brunnenfest. Das eingenommene Geld soll die Wasserkosten von 700 Euro pro Jahr decken. Das sogenannte Brunnenbier kostete 10 Euro, aber jedes weitere nur 2,50 Euro. Für Kinder gab es gratis Zuckerwatte.“ Auch Norbert H. Posthum weist auf das Fest hin: „Diese Veranstaltung hat sich als Nachbarschaftsfest etabliert.“ Er erklärt, woher der Name Täppken stammt. „Der Straßenname Täppken wurde abgeleitet von tappen und zapfen; englisch: to tap, vom Fass. Früher musste man das Wasser in Eimern und Kannen nach Hause holen. Daher war es einfacher, mit der Wäsche zu einem Teich oder Brunnen zu gehen. In den Solinger Hofschaften wurde noch bis in die 1950er Jahre Wasser mit einer Schwengelpumpe aus den Brunnen gefördert.“

Anwohner setzten sich 2014 für den Erhalt des Brunnens ein

Regina Mengel teilt dies zum Täppken mit was sie dazu im Solinger Tageblatt im Jahr 2014 fand: „Gräfrather feiern plätschernden Brunnen. Nach mehr als drei Jahren ist der Brunnen an der Ecke Garnisonstraße/Täppken wieder in Betrieb. Dafür hat der Anwohner Frank Balkenhol zusammen mit Dieter Ochel, Ingo Käsch und Carsten Zibell gesorgt.“

Der Name Garnisonstraße, an der der Brunnen liegt, erinnere an das Landwehr-Bataillon, das im 19. Jahrhundert im Kloster oberhalb des Marktplatzes „in Garnison“ lag, ergänzt sie.

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