Workshops

Hip-Hop ist Kultur und Lebensgefühl

Im Hip-Hop-Kurs im Haus der Jugend an der Dorper Straße vermittelte Kursleiter Dana Charles Klang 35 Jugendlichen eine Woche lang das Hip-Hop-Gefühl der Amerikaner. Foto: Christian Beier
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Im Hip-Hop-Kurs im Haus der Jugend an der Dorper Straße vermittelte Kursleiter Dana Charles Klang 35 Jugendlichen eine Woche lang das Hip-Hop-Gefühl der Amerikaner.

In vier Workshops lernten 35 Jugendliche das Wesen der aus den USA stammenden Kultur. Heute um 17 Uhr ist die Schlussveranstaltung.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Vierzig Füße stampfen abwechselnd kräftig bei den vorgegebenen Tanzschritten auf den Boden. Vierzig Hände klatschten im Rhythmus in einander oder auf die seitlichen Oberschenkel. Ohne Musikbegleitung – nur: „Tapp-Tapp-Bam-Bam“ als Rhythmus.

Zwanzig Jugendliche waren im Haus der Jugend eifrig und konzentriert bei der Sache und emsig bemüht, Füße, Hände und Körper in Einklang zu bringen. Nicht bei allen gelang das auf Anhieb – aber was soll's? Breites Grinsen über jeden Stolperer, gute Laune und Spaß auf jedem Gesicht. „Shake“, eigentlich Dana Charles Klang von der „Flow Nation Crew“, tanzte die Schritte scheinbar mühelos vor. „Noch mal alles hintereinander“, kam sein Kommando und wieder ging‘s los.

Am Freitag war der letzte Tag der Hip-Hop-Woche vor dem abschließenden Abschluss-Jam heute um 17 Uhr. Er begann wie jeder andere der Workshop-Woche mit dem gemeinsamen Einstimmen. „Wichtig ist uns dabei das Ankommen in der Gruppe“, sagte Dana Charles Klang, Leiter der erfolgreichen Hip-Hop-Crew „Flow Nation“, der für die Projektwoche verantwortlich zeichnet. Der Choreograph, Tanzlehrer und Eventmanager hatte das Künstler-Kollektiv vor einigen Jahren gegründet. Vor anderthalb Jahren gab es ein vergleichbares Projekt, das mit 40 bis 50 Teilnehmern enorm erfolgreich war.

Gemeinschaft und Miteinander sollen vermittelt werden

Die Gemeinschaft, das Miteinander sei der Kern der ganzen Veranstaltung. Hip-Hop stehe ja auf den Säulen „peace (Frieden), unity (Gleichheit), having fun (Spaß haben) und love (Liebe)“, die sozial–und kulturell unterschiedliche Menschen vereinen sollen. „Dieser Workshop fasst tatsächlich völlig unterschiedliche Jugendliche zusammen, Rhythmus und Musik verbinden über alle Grenzen hinweg und Sprachbarrieren sind plötzlich gar nicht mehr wichtig.“

Der jüngste Teilnehmer war erst fünf Jahre alt und hatte seinen Platz in der Gruppe ebenso gefunden wie die 25-jährige Muslima mit Kopftuch. Menschen, die vor noch nicht allzu langer Zeit als Flüchtling nach Solingen gekommen sind, waren ebenso vertreten wie „Alteingesessene“. Dadurch seien viele erst zum Mittagessen oder danach dazu gestoßen, in den Vormittagsstunden liefen verbreitet die Deutschkurse von den unterschiedlichen Einrichtungen.

Gestartet war die Woche mit einem Schnuppertag. Inklusive gemeinsamem Rappen und Tanzen. „Und wenn es bis dahin irgendwelche Berührungsängste gab, waren die spätestens da weg“, erzählte Shake. Die 35 Teilnehmer konnten wählen zwischen DJing, Graffiti, Rap und Breakdance und in alle Kurse zunächst mal probehalber reinschnuppern.

HIP-HOP-DAYS ABSCHLUSS

WORKSHOP Die Hip-Hop-Days wurden federführend organisiert vom „Jump-In“-Büro der AWO Arbeit & Qualifizierung gGmbH in Zusammenarbeit mit dem AWO-Probenhaus „Monkeys“ – unterstützt vom Bund durch „Künste öffnen Welten“. 

HIP-HOP-JAM Heute um 17 Uhr startet die Abschlussveranstaltung im Haus der Jugend, Dorper Straße.

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