Aktion der Stadt und ihrer Töchter

Hilfstransport für die Ukraine startet

Die Kräfte der Feuerwehr Solingen haben sich schon startklar gemacht.

Von Kristin Dowe

Am Montagmorgen wird das Team mit einem Fahrzeug voller Hilfsgüter in Richtung Polen aufbrechen, um in der ostpolnischen Stadt Chelm Lebensmittel, Medikamente und Trinkwasser für die Ukraine zu deponieren. Von dort aus werden die Hilfsmaterialien, insgesamt 24 Europaletten im Wert von rund 20 000 Euro, dann weiter in die Ukraine gebracht.

Die Stadt und ihre Töchter – konkret die Feuerwehr Solingen sowie die Stadtwerke, das Städtische Klinikum und die Stadt-Sparkasse als Spender – hatten die Aktion gemeinsam auf den Weg gebracht. Ein Teil ist für Chelms ukrainische Partnerstadt Luzk − etwa 160 Kilometer von Chelm entfernt − bestimmt. Der andere Teil soll an die Front geliefert werden. Chelm liegt an der ostpolnischen Grenze zur Ukraine und ist in den ersten Kriegswochen Ziel vieler Flüchtlinge gewesen.

Der Kontakt war über Austausch im Netzwerk Eurocities entstanden. Oberbürgermeister Tim Kurzbach hatte dem Stadtpräsidenten von Chelm, Jakub Banaszek, im Frühjahr in einem persönlichen Brief Hilfe aus der Klingenstadt angeboten – das wurde auf polnischer Seite dankbar angenommen.

„Ich gehe davon aus, dass es nicht der letzte Hilfstransport in die Ukraine aus Solingen gewesen sein wird“, mutmaßte Kurzbach gestern bei der Beladung. Schon jetzt gebe es in Solingen viel Engagement aus der Stadtgesellschaft heraus für das kriegsgebeutelte Land. „Schon mehr als 1000 aus der Ukraine geflüchtete Menschen sind in Solingen untergekommen.“

Klinikum behandelt Patienten aus der Ukraine

Das Spezialfahrzeug wurde auf Antrag der Stadt vom Land NRW zur Verfügung gestellt. „Das ging sehr unbürokratisch“, betonte der städtische Flüchtlingskoordinator Hartmut Hoferichter, der die Hilfsaktion federführend organisiert hat.

Dr. Martin Eversmeyer, Vorsitzender der Geschäftsführung des Klinikums, freute sich, dass sein Haus bereits zum dritten Mal Hilfe für die Ukraine in einer Größenordnung von bislang insgesamt 100 000 Euro leiste. Erste Patienten aus der Ukraine würden derzeit zudem im Solinger Klinikum behandelt. „Eine Person lag schon bei uns auf dem OP-Tisch.“

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