21. Dezember

Hier wird das Föhn-Gebrumm zur Entspannungsmusik

Natürlich wird auch die Haar-Beschaffenheit von ST-Mitarbeiterin Jutta Schreiber-Lenz vom Friseurteam eingehend geprüft. Foto: Uli Preuss
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Natürlich wird auch die Haar-Beschaffenheit von ST-Mitarbeiterin Jutta Schreiber-Lenz vom Friseurteam eingehend geprüft.

ST-Mitarbeiterin verbrachte eine Viertelstunde im Friseursalon Engió.

Von Jutta-Schreiber-Lenz

Föhne brummen, Haartrimmer surren und dazwischen klackt gleichmäßig die Schere von Giovanni Longo, der einem Kunden den blonden Schopf auf die gewünschte Länge zurückstutzt. Auch Enzo Quartini hat alle Hände voll zu tun – und zugleich wird an beiden „Herren“-Arbeitsplätzen im Salon Engió an der Potsdamer Straße vor den großen Spiegeln munter erzählt und gelacht. Dazu gibt’s für die Besucher einen Kaffee: „Schwarz oder mit Milch? Oder lieber einen Espresso?“

Auf einem der Lederhocker wartet schon der nächste „Bedürftige“ mit Termin. „Das geht hier wie im Taubenschlag“, sagt Giovanni fröhlich, der den vermehrten Stress erfolgreich professionell weglächelt. „Gegessen und geschlafen wird halt erst wieder am Ende des Monats.“ Derzeit bedient das Engió-Team 60 Kunden am Tag mit seinem Service rund um die Haarpflege: 30 Prozent mehr als zu „normalen“ Zeiten.

Bei Melina und Rosa in der „Damenecke“ surrt der Föhn seltener: Schließlich ist bei weiblichen Köpfen in der Regel mehr zu erledigen als nur zu schneiden. Pinsel und Farbmischungen kommen hier zum Einsatz, und immer wieder der Wasserhahn, um Spülungen auszuwaschen.

Draußen regelt die Ampel den hektischen Verkehr

Tief durchatmend nehme ich auf dem bequemen Stuhl Platz und komme langsam an in der kurzen Pause der Alltagshektik. Vorsichtig und genüsslich nippe ich den Milchschaum vom frisch gebrühten Cappuccino. „Was machen wir heute?“, fragt mich Rosa, beugt sich interessiert über meine chronisch ungebändigte Mähne und prüft fachmännisch die Beschaffenheit meiner Spitzen. Vor den großen Scheiben des Friseursalons regelt die große Kreuzungsampel den hektischen Innenstadtverkehr, der meinen Platz vor dem Spiegel gefühlt noch mal extra zur Ruhe-Oase macht – und das Föhn-Gebrumm wird zur Entspannungsmusik.

Hier finden Sie alle Teile unserer Serie "15 Minuten im Advent".

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