Verkehrssicherheit

Hier müssen Solinger Anwohner auf Tempo 30 warten

Anwohner der Sachsenstraße fordern eine Tempo-30-Zone. Sie müssen aber noch warten. In Gräfrath wird in diesem Jahr wohl eine andere Zone eingeführt. Foto: Andreas Tews
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Anwohner der Sachsenstraße fordern eine Tempo-30-Zone. Sie müssen aber noch warten. In Gräfrath wird in diesem Jahr wohl eine andere Zone eingeführt.

Die Stadt setzt bei der Einrichtung neuer Zonen Prioritäten. 26 Vorschläge liegen vor, 20 bleiben in diesem Jahr unberücksichtigt.

Von Andreas Tews

Während sich die Bürger in sechs Wohngebieten in diesem Jahr über neue Tempo-30-Zonen freuen können, müssen sich Anwohner anderer Stadtviertel noch in Geduld üben. In den Unterlagen des Rathauses zu neuen Zonen sind 20 Gebiete aufgeführt, die in diesem Jahr nicht berücksichtigt werden sollen. Das letzte Wort haben die Stadtteilpolitiker in den Bezirksvertretungen.

Jedes Jahr richtet die Stadt in der Regel fünf neue Tempo-30-Zonen ein – in jedem Stadtbezirk eine. In diesem Jahr sind es sogar sechs (siehe Kasten), weil in einem Fall ein älterer Beschluss umgesetzt wird. In folgenden Quartieren werden hingegen die 30er-Regelungen vorerst nicht umgesetzt:

Mitte. In Solingen-Mitte sind nach Angaben der Stadtverwaltung sechs Vorschläge aktuell, von denen fünf frühestens in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

VORSCHLÄGE

30ER-ZONEN Nach dem Vorschlag der Stadtverwaltung sollen folgende Tempo-30-Zonen eingeführt werden:

MITTE Mittelgönrather Straße, Ottostraße, Adalbertstraße, und Friedrich-Wilhelm-Straße (teilweise).

AUFDERHÖHE Straßen zwischen Wiefeldicker Straße, Höhscheider Straße und Ober der Mühle.

OHLIGS Gebiet zwischen Talstraße, Südstraße, Bonner Straße und Wilhelmstraße.

GRÄFRATH Huttenstraße, Garnisonsstraße (teilweise), Gerberstraße und Abteiweg mit Nebenstraßen.

WALD Bereich zwischen Baverter Straße, Weyerstraße und Altenhofer Straße.

HÖHSCHEID Gläßner-, Josef-, Borchert-, Fontane-, Hebbel-, Pilghauser, Hermelin- und Roseggerstraße.

Dies betrifft unter anderem den Bereich von Van-Meenen- und Haumannstraße in der Nachbarschaft des Rathauses. Auch am Mangenberg wird es an Sand- und Luisenstraße noch keine durchgehende Tempo-30-Regelung geben. Gleiches gilt für den Bereich Obengönrath (mit Friedrich-Wilhelm, Dingshauser, Kreuzweger, Ludwigstraße und Schneekoppenweg) sowie die Straßen Waardt (zwischen Mangenberger und Viehbachtalstraße) und Lehn (ebenfalls nahe der Viehbachtalstraße).

Ohligs. Ein weiterer Vorschlag bezieht sich auf den gesamten Bereich Keusenhof/Schnittert/Wilzhaus. Diesen schlägt die Verwaltung derzeit genauso wenig als neue 30er-Zone vor wie die Siedlung mit Leipziger, Meißener und Dresdener Straße (nahe dem Stiehlsteich).

Aufderhöhe. Gleiches gilt für zwei Viertel zwischen Frieden- und Höhscheider Straße (mit Alemannstraße, Hermann-Hesse- und Wilhelm-Busch-Weg sowie mit Ufer-, Teutonen- und Frühlingstraße).

Gräfrath. In Gräfrath konzentrieren sich die Verkehrsplaner bei neuen Tempo-30-Zonen vor allem auf das Gebiet rund um den alten Ortskern. Darum bleiben Sachsenstraße, Ubierweg und Vogelsang (zwischen dem Botanischen Garten und der Frankenstraße), der Bereich Eipaß (mit dem Amorweg) sowie Oben- und Untenketzberg (mit Ringelshäuschen und umliegenden Straßen) in den Planungen des Rathauses zunächst unberücksichtigt.

Wald. In Wald trifft dies auf die von Bürgern angeregte Tempo-30-Zone auf der Ittertalstraße (zwischen Talblick und Bausmühlenstraße) und den Schimmelbuschweg zu. Auch die Liebigstraße (zwischen Becher Straße und Weyerstraße) bleibt in diesem Jahr auf der „Warteliste“.

Höhscheid. Sich gedulden müssen auch die Bürger, die ein flächendeckendes Tempo 30 auf der Eichenstraße (mit Schürmann-, Eulen-, Cantor-, Thalesweg, Hoppenböcken und Eichenstraße) vorgeschlagen haben. Eine relativ große Tempo-30-Zone wäre der Bereich Pfaffenberg/Hästen (vor allem mit dem Pfaffenberger Weg). Auch die ist kurzfristig aber nicht zu erwarten. Auch für Dornsiepen und Meisenburger Weg sowie Goethe-, Herder- und Raabestraße gibt es noch keine konkreten Pläne.

Krahenhöhe. Auch am Schaberg (mit Schaberger Straße ab Hausnummer 76 und Schaberfeld) müssen die Anwohner auf eine 30er-Zone warten.

Für 30er-Zonen gibt es strenge Vorgaben

Bei Tempo-30-Zonen soll es sich laut Stadtverwaltung um zusammenhängende Gebiete handeln. Sie dürfen keine Hauptverkehrsstraßen einbeziehen. Innerhalb der Zonen sollen die Straßen ein weitgehend einheitliches Erscheinungsbild haben. Die Zonen sollen in Wohngebieten zu mehr Sicherheit und weniger Lärmbelästigung führen.

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