Herzsport sorgt für mehr Ausdauer

Die Reifen halten die Teilnehmer der Herzsportgruppe im OTV in Schwung.Foto: Moritz Alex
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Die Reifen halten die Teilnehmer der Herzsportgruppe im OTV in Schwung.Foto: Moritz Alex

Beim OTV gibt es mehrere Trainingsgruppen

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen ist beim Thema Rehabilitationssport gut aufgestellt. Das Reha-Netzwerk bietet vielfältige Angebote, die einen großen Beitrag leisten, wieder fit zu werden. Das ST hat sich umgesehen und stellt in einer kleinen Serie einzelne Gruppen vor – heute die Herzsportgruppe des Ohligser Turnvereins.

Jürgen Weber ist seit 25 Jahren eifriger Teilnehmer beim OTV-Herzsport. „Nach zwei Herzinfarkten habe ich in der damaligen Reha gelernt, wie wichtig regelmäßiges Training ist“, sagt der 79-Jährige. Zweimal in der Woche bringt er seinen Kreislauf unter Anleitung einer Übungsleiterin und unter Kontrolle eines Arztes in Schwung: Reifen kullern lassen und hinterher laufen, sowie flotten Schrittes durch die Halle gehen sind nur ein paar Übungsbeispiele, die Karla Neumann den Teilnehmern abverlangt.

„Wenn ich mal im Urlaub bin, fehlt mir das regelmäßige Training geradezu; es tut mir einfach gut“, sagt Jürgen Weber und mag sich sein Leben ohne diesen Sport gar nicht mehr vorstellen. „Nur deshalb geht’s mir so gut“, ist er überzeugt.

Teilnehmer müssen ein Gefühl für sich selbst entwickeln

Sicher spielt auch die Gruppe eine Rolle, in der man sich kennt und mit der auch immer wieder Zeit für zusätzliche Geselligkeit ist. Bei Ausflügen oder Weihnachtsfeiern, aber auch in der Umkleidekabine, bleibt Zeit, sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten und auszutauschen. „Die Gruppendynamik ist schon ein wichtiger Faktor; allein würde man solche Übungen nicht machen, nur gemeinsam ist man motiviert, sich anzustrengen“, sagt Karla Neumann.

Alle Teilnehmer sind routiniert darin, sich selbst nach den Trainingseinheiten den Puls zu fühlen und den gemessenen Wert in die Kategorien „gut“, „mittel“ und „schlecht“ einzuordnen. Wichtig sei eben, ein gutes Gefühl für sich zu entwickeln, sagt Karla Neumann.

Nebenan im zweiten Teil der Halle macht eine weitere Herzsportgruppe ihre Übungen. Hier üben die, die sich noch etwas mehr belasten dürfen. „Die Einordnung macht der behandelnde Arzt“, erklärt Lidya Hirsch, ebenfalls Übungsleiterin mit Zusatz-Zertifikation für den Rehasport-Bereich. Verschrieben werden jeweils 90 Einheiten, die in einer Zeitspanne von 24 Monaten absolviert werden müssen. „Anders würde das auch keinen Sinn machen, der Schlüssel zum spürbaren Erfolg liegt in der Regelmäßigkeit des Trainings.“

Neben den Herzsport-Gruppen, die vergleichbar auch in anderen Solinger Vereinen angeboten werden, gibt es beim OTV auch eine Gruppe, die sich speziell an AVK-Patienten richtet. Auch die leitet Karla Neumann. „Im Fokus steht da spezielles Geh-Training für Menschen mit diagnostizierten arteriellen Verschlüssen. Früher sprach man von Schaufenster-Krankheit“. „Man darf immer nur solange in Bewegung sein, bis der Schmerz beginnt und muss dann aufhören. Diese schmerzfreien Phasen aber werden buchstäblich Schritt für Schritt länger.“

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