Kette der helfenden Hände

Krebs-Erkrankungen begleiten ihr Leben

Fünf schwere Krebserkrankungen hat Maria Groß (Name geändert) überstanden. Ihre Krankengeschichte füllt ganze Ordner. Foto: Christian Beier
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Fünf schwere Krebserkrankungen hat Maria Groß (Name geändert) überstanden. Ihre Krankengeschichte füllt ganze Ordner.

Die Kette der helfenden Hände hilft in vielen Fällen – alleine in der Vorweihnachtszeit sind es über 800 Schicksale.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Krankenakte von Maria Groß (Name von der Redaktion geändert) füllt gleich mehrere Ordner. Die Schicksalsschläge, die sie schon erleiden musste, „hätten auch für mehrere Leben gereicht“, wie sie selbst sagt. Aber die 79-Jährige ist eine Kämpfernatur. Mehrere schwere Krankheiten hat sie schon gemeistert. Jetzt steht eine weitere große Operation an.

Begonnen hat ihre Odyssee bereits 1983, als bei ihr – damals gerade 40 Jahre alt – Nierenkrebs diagnostiziert wurde. „Zunächst hatten die Ärzte wegen meiner starken Rückenschmerzen auf Rheuma behandelt“, erinnert sie sich. Die dagegen verschriebenen starken Medikamente hätten den Nierentumor dann „zum Platzen gebracht“. Mehr als zwei Liter Blut mussten bei der Operation aus der Blase entfernt werden. Bei der Tumoroperation wurde eine Niere entfernt. Chemotherapie und Bestrahlung folgten.

Noch in der Nachsorge-Reha erhielt die junge Frau dann den nächsten Schock: Gebärmutterhalskrebs. Die Reha-Maßnahme musste abgebrochen werden, wieder eine Operation, wieder lange Therapien. „In dieser schweren Phase hat mich dann mein Mann verlassen, weil er mit der ganzen Situation nicht klar kam“, erinnert sie sich an die doppelte Belastung.

Auch ihr jüngster Sohn erkrankte an einer schweren Krankheit

Mit ihren zwei Söhnen, damals 14 und 11 Jahre alt, und ihrer Erkrankung stand Maria Groß ganz alleine da. Hinzu kam, dass auch ihr jüngster Sohn erkrankt ist. „Seit seiner Geburt hatte mein Sohn eine Spastik, nur mit täglicher Krankengymnastik konnten wir verhindern, dass er im Rollstuhl landete“, erzählt die Mutter. Im Alter von drei Jahren wurde bei ihm dann noch eine Epilepsie festgestellt. „Heute bin ich froh, dass mein Sohn ganz in der Nähe wohnt und wir uns gegenseitig eine große Unterstützung sind“, so die 79-Jährige.

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Froh ist sie in der schweren Zeit auch über die große Unterstützung ihres damaligen Arbeitgebers. „Ich war im Einzelhandel tätig und weiß nicht, was ich ohne die Hilfe meines Chefs während der Krankheiten und nach der Scheidung gemacht hätte.“

Aber die Schicksalsschläge rissen nicht ab. 1989 erkrankte Maria Groß an Brustkrebs. „Dank Operation und Bestrahlung habe ich auch das überstanden, aber noch heute muss ich alle drei Monate zur Kontrolle und jedes Mal ist die Angst wieder da. Wie sind die Blutwerte? Wie der Tumormarker?“

Brust- und Blasenkrebs folgten als Schicksalsschläge

Nach 20 Jahren wurde dann per Zufall bei der Nierenkontrolle ein Blasenkrebs entdeckt. „Ich glaube nicht mehr daran, dass man nach fünf krebsfreien Jahren geheilt ist. Ich kann nur jedem raten, regelmäßig zur Kontrolle zu gehen“, appelliert sie. Auch der erneute Brustkrebs 2015 sei wieder bösartig gewesen. „Diese ständigen Hiobsbotschaften haben mich natürlich auch nervlich immer wieder runtergezogen.“ Die Hüftgelenksprothese und die Schulter-Operationen seien da zwischendurch noch die fast kleineren „Baustellen“ gewesen.

In diesen Tagen steht ein weiterer großer Eingriff an. Weil zwei ihrer Herzklappen defekt sind, muss sich Maria Groß einer Herzoperation unterziehen. Zudem leidet sie seit einiger Zeit unter starken Bauchschmerzen und Koliken, weil der Ausgang der Galle zum Zwölffingerdarm fast verschlossen ist. Seit Monaten kann sie deshalb nur kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.

Den Optimismus hat sie trotz allem nicht verloren. „Ich hoffe, dass ich Weihnachten einigermaßen fit bin und mit meinem Sohn feiern kann.“ Eine Kur im Frühjahr soll sie dann wieder zu Kräften kommen lassen. Das Schicksal ist eines von vielen, bei denen die „Kette der helfenden Hände“ zumindest finanziell etwas unterstützen kann.

Spenden an die „Kette der helfenden Hände“

Veröffentlichung: Die Namen der Spender veröffentlichen wir im Solinger Tageblatt, sofern auf der Überweisung nicht „anonym“ oder „kein Name“ angegeben wird.

Schon jetzt sind viele Spenden eingegangen.

Spenden: Das Geld an die ST-Wohltätigkeitsaktion geht zu 100 Prozent an bedürftige Menschen in Solingen. Die kompletten Verwaltungskosten trägt der Verlag B.Boll.

Aktion: Spenden an die Kette der helfenden Hände sind steuerlich abzugsfähig. Spendenquittungen werden ausgestellt.

Barspenden: In den Geschäftsstellen des Solinger Tageblatts stehen Spendendosen bereit.

Sachspenden: Wir bitten um Verständnis, dass wir aus organisatorischen Grünen keine Sachspenden an Bedürftige vermitteln können.

IBAN: DE91 3425 0000 0000 0271 02

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