Heiße Rhythmen bieten musikalische Reise nach Argentinien

Jana Schiller und Walter Reetz präsentierten als Tango-Z ausdrucksstarken Tango. Foto: Walter Reetz
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Jana Schiller und Walter Reetz präsentierten als Tango-Z ausdrucksstarken Tango.

Konzert mit dem Orchester Tango Para Ti und den Tänzern von Tango-Z kann online angeschaut werden

Von Julia-Catharina Wodara

Seit gestern verspricht das Tango-Konzert „Vom Rhein zum Rio de la Plata“, sein Publikum auf eine digitale Reise zu den deutschen und argentinischen Wurzeln des Tangos mitzunehmen. Das Orchester Tango Para Ti präsentiert mit den Tango-Z-Tänzern Jana Schiller und Walter Reetz eine Variation verschiedener Tangostile.

Die unterscheiden sich nicht nur in ihrem Ursprungsort: Dass Tango zum Beispiel nicht immer langsam sein muss, zeigen Band und Tänzer durch den Tango Milonga, eine schnellere Variante der argentinischen Gattung. Wer sich auf klassische Tango-Melancholie freut, wird auch nicht enttäuscht, denn auch langsamere Varianten finden während des Konzerts ausreichend Beachtung. Einen Höhepunkt der Veranstaltung stellen die Tangostücke Astor Piazzollas dar, welcher einst den Tanz- und Musikstil revolutionierte, indem er eine goldene Regel brach. Der Bandoneon-Spieler und Konzert-Moderator Henrik Albrecht erklärt: „Man sagt in Argentinien, man darf eigentlich alles verändern, nur eine Sache nicht – den Tango. Ausgerechnet das hat Astor Piazzolla versucht.“ Neben der Würdigung Piazzollas Neuinterpretationen zeigen Tango Para Ti auch ganz eigene Auslegungen der Gattung: Interessant für das lokale Publikum mag dabei eine musikalische Erinnerung an den Einsturz des Kölner Stadtarchivs im Jahr 2009 sein. Wer zudem Neues über den Tango erfahren möchte, darf sich zwischen den musikalischen Darbietungen auf einige Hintergrundinformationen zum Tanz- und Musikstil freuen. Wer sich lieber allein der Musik und dem Tanz hingibt, wird darin durch die Kürze dieser Informationsteile nicht gestört.

Und wer zunächst der Meinung ist, dass sich die Leidenschaft des Tangos nicht über eine Distanz vermitteln lässt, mag sich durch die Kameraschnitte, die sowohl die intimen Momente zwischen den Musikern als auch die des Tanzpaares beleuchten, vom Gegenteil überzeugen lassen. Während laut Albrecht auch der Tango bereits eine Sehnsucht danach vermittelt, dass „wir wieder gemeinsam im echten Leben miteinander anstoßen können“, kann uns die Vorstellung von Tango-Z und Tango Para Ti so vielleicht schon vor Ende der Pandemie einen Teil dieser Nähe zurückgeben. Der Stream ist heute und morgen sowie vom 23. bis 25. April online verfügbar, von 9 bis 24 Uhr. Tickets können im Internet für 8 Euro gekauft werden.

theater-solingen.de

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