Schlagbaumer Straße

Hausmesse gewährt Blick hinter Kulissen

Peter Kronenberg präsentierte Kunden und Partnern, woran sein Unternehmen P + K derzeit arbeitet.
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Peter Kronenberg präsentierte Kunden und Partnern, woran sein Unternehmen P + K derzeit arbeitet.

Format des Maschinen- und Anlagenbauers P + K richtet sich an Kunden und Partner.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Halle der P + K GmbH an der Schlagbaumer Straße ist voll. Für die Kunden des Maschinen- und Anlagenbauers war das eine gute Nachricht. Sie konnten bei der Hausmesse am Freitag einen Blick hinter die Kulissen werfen und aus nächster Nähe sehen, woran Peter Kronenberg und sein
15-köpfiges Team derzeit arbeiten. Die Kehrseite: Am liebsten hätte der Geschäftsführer einige der Projekte bereits an Kunden übergeben: „Es fehlen aber leider einige elektronische Komponenten.“

Zum zweiten Mal nach 2018 hatte das Solinger Unternehmen, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, zur Hausmesse eingeladen. Peter Kronenberg schätzt das Format. „Wir können unmittelbar zeigen, was wir hier umsetzen. Diese Möglichkeit gibt es bei normalen Messen nicht“, sagte der 60-Jährige.

„Wir können unmittelbar zeigen, was wir umsetzen.“

Peter Kronenberg, Geschäftsführer

2002 hat die Geschichte des Maschinen- und Anlagenbauers begonnen, seit 2016 ist Kronenberg alleiniger Geschäftsführer. Die aktuelle Situation sei herausfordernd. Das liege vor allem an der schlechten Verfügbarkeit elektronischer Bauteile. Teilweise sei mit Lieferzeiten von bis zu einem Jahr zu rechnen. „Wir müssen völlig anders planen, als wir bislang gewohnt waren“, erzählt Kronenberg. Vermeiden lasse sich dadurch allerdings nicht, dass Kunden bisweilen deutlich länger auf ihre Anlage warten müssen.

Die Nachfrage bereite hingegen keine Probleme – das am 30. Juni abgeschlossene Geschäftsjahr endete mit einem Auftragsplus von 30 Prozent. Viele Zulieferer der Automobilindustrie hatten in den vergangenen beiden Corona-Jahren zu kämpfen. Vor diesem Hintergrund sagt Kronenberg durchaus überraschend: „Für uns läuft es im Automotive-Bereich richtig gut.“ Zwar setzen Lieferengpässe der Branche zu. Nichtsdestotrotz arbeiten die Hersteller an neuen Modellen – und dafür braucht es neue Maschinen.

Peter Kronenberg präsentiert einen End-of-Line-Prüfstand. Die Anlage kontrolliert Baugruppen von Autos mit Hilfe eines Sensorkopfs. Ist alles in Ordnung, trägt ein Laser ein entsprechendes Label auf.

An diesem Beispiel werden zwei Dinge deutlich. Zum einen zeigt es das Zusammenspiel von P & K und seinen Partnern. Einige waren bei der Hausmesse vertreten. Dazu zählten die Experten für Industrieroboter von Fruitcore Robotics, Balluff (Sensortechnik), Bluhm Systeme (industrielle Kennzeichnung), Mensler (Blechverarbeitung), Elcom (Transfersystem) sowie die Solinger item Industrietechnik GmbH. Andererseits kommt in den End-of-Line-Prüfständen ein Roboter zum Einsatz. „Das ist schon lange ein Thema in unserer Branche. Zuletzt hat es aber noch mal einen Schub bekommen“, berichtet Peter Kronenberg.

Robotik und Automation können nach Einschätzung des Maschinenbauingenieurs einen Beitrag dazu leisten, dass industrielle Fertigung in Deutschland konkurrenzfähig bleibt. Wichtig sei jedoch, die Technologie nicht um jeden Preis einzubinden: „Man muss immer überlegen, an welcher Stelle Roboter sinnvoll sind.“

Unternehmen

Die P+K GmbH beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter. Der 2002 gegründete Maschinen- und Anlagenbauer beliefert verschiedenen Branchen. Dazu zählen die Bereiche Automotive, Metall, Medizin, Chemie und Abfall.

www.p-plus-k.de

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