Das Haus der Jugend Gräfrath ist Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche

Fußball am Gerät oder „Stadt Land Fluss“: Zwei von einigen Ideen im Haus der Jugend Gräfrath an der Nibelungenstraße. Foto: Christian Beier
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Fußball am Gerät oder „Stadt Land Fluss“: Zwei von einigen Ideen im Haus der Jugend Gräfrath an der Nibelungenstraße. Foto: Christian Beier

Serie über offene Angebote geht heute mit einer Einrichtung der städtischen Jugendförderung weiter

Von Daniela Neumann

An der Nibelungenstraße befindet seit 2014 das städtische Haus der Jugend Gräfrath. Wir stellen es im Rahmen unserer Serie über offene Angebote für Kinder und Jugendliche in Solingen vor. Wie in den beiden anderen Einrichtungen der städtischen Jugendförderung wird hier nach dem Gebe-Konzept mit den Kindern und Jugendlichen umgegangen. „Das bedeutet, das wir mit ihnen gemeinsam entwickeln, was wir gemeinsam machen“, erklärt Leiter Christian Schönenborn.

Rund 300 Familien erreiche das Team im Umkreis. Entsprechend ist das Haus der Jugend Gräfrath Anlaufstelle für Themen von Fahrrad-Reparatur bis Trauerarbeit. Aufgrund der Nähe zur fußläufig entfernten Sekundarschule am Central, mit der kooperiert wird, kämen oft Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren, berichtet Schönenborn. Doch durch die benachbarte Kita Wichtelburg würden auch Vorschulkinder auf das Haus aufmerksam, das für alle ab sechs Jahren Angebote macht. Diese sind kostenlos. Dazu wird Obst und Müsli gratis offeriert – „weil mache noch nichts gegessen haben“, sagt Christian Schönenborn.

In der jetzigen Corona-Zeit könnten nur wenige junge Leute mit Anmeldung da sein. „So haben wir derzeit nicht die Möglichkeit, weitere Kinder und Jugendliche aufzunehmen“, bedauert der Leiter. Er vermisse das offene Miteinandersein ebenso wie es die Heranwachsenden täten und sorge sich und telefoniere seit März.

Das Haus der Jugend Gräfrath heißt auch Fritz-Gräbe-Haus

Diejenigen vor Ort seien sehr kreativ: Da werde dann eben mal mit Handschuhen Basketball gespielt. Vor Corona habe es eine tolle Atmosphäre beim Treff für Jugendliche mit Abendessen gegeben, dahin wolle man zurück, wenn es gehe. Sicherheit und Vertrauen schätzten er selbst wie auch die jungen Menschen. Mit ihnen wurden etwa Regeln für das Haus entwickelt, die im Alltag funktionierten, weil alle sich beteiligen konnten und den Sinn sähen.

Und es erinnern eine Plakette sowie Info-Tafeln an den Gräfrather Humanisten Fritz Gräbe, der jüdische Menschen im Zweiten Weltkrieg rettete. Das Haus der Jugend Gräfrath trägt auch den Namen Fritz-Gräbe-Haus.

In der Praxis sieht das Miteinander dann so aus, dass junge Übungsleitungspersonen wie Niklas (20) und Nele (23) mit Jugendlichen wie beispielsweise Soja (14) oder Cathreen (13) etwas unternehmen. Sonja spielt hier gern Fußball an einer Konsole. Später geht es raus auf den Hof. Cathreen mag auch Sportliches und schätzt vor allem gleiche Interessen. „Und wenn ich manchmal schlecht drauf bin, bin ich sehr gerne hier“, betont sie – denn das Reden helfe.

Grundsätzlich werde für jeden offenen Tag ein Thema vorbereitet, berichtet Christian Schönenborn zum Rahmen und die Zeit vor und nach der Corona-Akutphase.

Die Montage würden als Sozialarbeitstag zum Vorbereiten intern genutzt, dann hat das Haus geschlossen. Dienstags gehe es um Musik, mittwochs um Ernährung, donnerstags um Sport sowie Bewegung und freitags um Kreativität. Donnerstags gebe es im Normalfall abends zudem den Jugendtreff für alle ab zwölf Jahren von 18 bis 21.30 Uhr. Sonst ist dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr auf. Besonderheiten sind der Fuhrpark mit Bobbycars, die Fahrrad-Werkstatt, Musik-Workshops – und natürlich Christian Schönenborns lieber Hund Toni. Infos unter Tel. 59 33 00.

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