Oma hatte einen Apparat mit Wählscheibe

Ein historisches Telefon mit Wählscheibe.
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Ein historisches Telefon mit Wählscheibe.

Rasante Entwicklung des Telefons

Die Geschichte des Telefons fasziniert Museumsbesucherin Angelique (40). „Das ausgestellte Telefon erinnert mich an meine Kindheit. Meine Oma hatte noch eins mit Wählscheibe, wir hatten schon Tasten“, schreibt sie auf den ST-Fragebogen. Wegen des Kabels habe man nicht überall hingehen und ungestört telefonieren können. „Meine Mutter telefonierte oft stundenlang, und wir mussten das Wohnzimmer, wo der Apparat stand, verlassen. Da es keine Flatrate gab, schimpfte mein Vater jedes Mal, wenn dir Rechnung kam und drohte, eine Spardose aufzustellen.“ Das ausgestellte Telefon habe sie durchaus angeregt, über die Konsumfrage nachzudenken. „Den Preis für das Telefon war man früher bereit, zu zahlen. Wichtig war, dass man überhaupt telefonieren konnte.“ Anders als heute beim Smartphone habe es früher Funktionalität auch zum kleinen Preis gegeben.

Tischfernsprecher W 48:

Dieses Telefon mit Wählscheibe wurde ab 1948 für die Deutsche Post hergestellt. Ab 1950 produzierten fast alle westdeutschen Telefonhersteller den W 48 in Lizenz für die Deutsche Bundespost. Das Gerät wurde nicht verkauft, sondern den Telefonkunden gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt. 1976 bekam die Wählscheibe Konkurrenz von den Tastentelefonen. Bis zum Beginn der 1990er war die Deutschen Bundespost beziehungsweise die Deutsche Telekom der einzige Telefonanbieter. Die Qual der Wahl, sich zwischen verschiedenen Tarifen, Anbietern und einer Vielzahl von Vertragsvarianten entscheiden zu müssen, hatte man noch nicht.

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