Andacht im ST

Gutes tun – es gibt so viele Gelegenheiten

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Durch unser Zuhören und aufmerksames Wahrnehmen geschieht Segen, sagt Pfarrer Meinrad Funke.

Meinrad Funke lädt heute zur Andacht im ST ein

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Segen ist für viele Menschen aller Kulturen etwas besonders Wertvolles. Im Segen wird mir Gutes gesagt (benedicere), aber noch mehr: Es geht um Nähe - um die Berührung mit Gott in menschlichen Gesten. Insofern erleben wir den intensivsten christlichen Segen an Weihnachten, wenn Gott als Kind in diese Welt kommt, der Ewige in unserer Geschichte ankommt und ein Menschenleben voller Höhen und Tiefen lang mit uns unterwegs ist. Dadurch wurde die Erde vom Himmel berührt.

Kirche St. Sebastian.

Im Evangelium dieses Sonntags wird diese große Begegnung vorbereitet. Zwei schwangere Frauen begrüßen einander. Auch der noch nicht geborene Johannes begrüßt den anderen Embryo, Jesus. Nun aber geschieht etwas Besonderes: Elisabeth, so erzählt die Geschichte, wird vom Heiligen Geist erfüllt und spricht den Segen über Maria – und über Jesus. Der kommende Messias, der Retter, ist nicht nur ein Segen, sondern stellt sich selbst unter den Segen dieser Frau.

Aus meiner Sicht ist das ein Auftrag: Wir sollen im Vertrauen auf die Nähe Gottes selbst zum Segen werden, indem wir den Trauernden, den Einsamen, den Kranken, . . . die Hand halten. Indem wir so fest wie möglich zusammenstehen. Indem wir einander Gutes sagen und Gutes tun. Es gibt dazu so viel Gelegenheit, dass ich mir Einzelbeispiele erspare. Auch die großen Hilfswerke, die Suppenküchen, Feiern für Alleinstehende (die sich in der Pandemie besonders einsam fühlen), bieten Gelegenheit, zum Segen zu werden. Auch durch unser Gebet, durch gutes Zuhören und aufmerksames Wahrnehmen geschieht Segen.

In diesem Sinne einen gesegneten vierten Advent und ebensolche Weihnachtsfeiertage.

Ihr Meinrad Funke

Zur Person

Meinrad Funke (57), seit 2015 leitender Pfarrer von St. Sebastian (Aufderhöhe, Merscheid, Ohligs und Wald). Aufgewachsen und geprägt in Düsseldorf-Wersten. Abitur, Zivildienst, Theologiestudium in Freiburg, Bonn und Tübingen. Mehrjährige Tätigkeit als Sozialarbeiter. 1998 zum Priester geweiht.

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