Gewerbegebiete

Gutachten zum Ittertal wird erweitert

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Auswirkung geplanter Gewerbegebiete auf die Umwelt soll genauer untersucht werden.

Von Andreas Tews

Auch die Gegner der geplanten Gewerbegebiete am Rand des Ittertals bescheinigen den diversen Experten, dass sie ein objektives Gesamtgutachten zu dieser Thematik erstellt haben. Sie fordern aber weitere Expertisen. Darum beschloss der Stadtplanungsausschuss des Rates am Montagabend gegen die Stimmen von Grünen und Linkspartei, dass es weitere Untersuchungen zum Ittertal geben soll.

Zur Debatte stehen vier Gewerbegebiete: Piepersberg-West und Fürkeltrath II in Gräfrath, Buschfeld in Wald und Keusenhof (Ohligs). Vom Buschfeld hat sich die politische Mehrheit inzwischen verabschiedet, vom Keusenhof raten die Gutachter ab. Fürkeltrath II empfehlen sie in abgespeckter Form.

Der Planungsausschuss beschloss jetzt, dass zusätzlich die ökologischen Auswirkungen der Gewerbegebiete in ihrer Gesamtheit genauer untersucht werden sollen. Auch die Bedeutung des Ittertals im Biotopverbund, der vom Burgholz bis über die Ohligser Heide hinaus reicht, wird stärker gewürdigt. Das Stadtklima und die Erholungsfunktion des Ittertals sollen später genauer analysiert werden. Die Kosten für diese Ergänzungen zum Gutachten schätzt die Stadtverwaltung auf 10 000 Euro. Die Untersuchungen sollen wieder an externe Gutachter vergeben werden.

Analysen zum Mikroklima erfolgen erst bei den Bauleitplanungen

Mikroklimatische Untersuchungen soll es laut Umwelt-Stadtdienstleiter Dr. Klaus Strehlau erst geben, wenn es um die konkrete Bauleitplanung geht, wenn also klarer ist, wie dicht die einzelnen Flächen bebaut werden sollen. Dies gilt nach Angaben von Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) auch für weitere Analysen über die Lufthygiene.

„Unsere Anregungen wurden aufgenommen“, erklärte Christian Robbin von der Bürgerinitiative „Rettet das Ittertal“. Er gab aber zu bedenken, dass es um die Grundsatzentscheidung gehe, ob die „letzten Grünflächen“ Solingens „geopfert“ werden sollen.

Dietmar Gaida (Grüne) lobte im Planungs-Ausschuss zwar, dass die Verwaltung die Bedenken vieler Bürger erkannt habe. Er kritisierte aber, dass der Natur-Korridor zwischen den Gebieten Piepersberg-Ost und -West nur rund 130 Meter breit sein soll. Außerdem vermisst er in diesem Zusammenhang Untersuchungen zum Artenschutz.

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