Immobilienpreise steigen um bis zu 18 Prozent

Grundstückspreise in Solingen erreichen einen neuen Rekordwert

An der Ellerstraße wurden 2020 neue Wohnhäuser gebaut.
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An der Ellerstraße wurden 2020 neue Wohnhäuser gebaut.

Der bundesweite Bauboom sorgt in Solingen trotz der Pandemie für Rekordwerte bei den Immobilienpreisen.

Von Andreas Tews

Solingen. Einen neuen Höchststand meldet der zuständige Gutachterausschuss von den Baugrundstücksverkäufen. Im Durchschnitt kostete der Quadratmeter im vergangenen Jahr 303 Euro. Das bedeutet eine Steigerung um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als der bisherige Höchstwert verzeichnet worden war. Beim reinen Wohnbauland gab es ein Plus von 14 Prozent. Deutlich angezogen haben auch die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen.

Gutachter: Der unabhängige Gutachterausschuss für Grundstückswerte gibt jedes Jahr einen Grundstücksmarktbericht heraus. Dem Ausschuss gehören Sachverständige aus den Bereichen Architektur-, Bauingenieur-, Bank- und Vermessungswesen sowie Sachverständige für den Immobilienmarkt und für spezielle Bewertungsfragen an. Die Sachverständigen sind ehrenamtlich im Auftrag des Landes NRW tätig. Aus 2020 analysierten sie 1367 Kaufverträge.

Baugrundstücke: Parallel zu den dabei festgestellten Preissteigerungen sank die Zahl der verkauften Baugrundstücke um acht Prozent. Das durchschnittliche Baugrundstück für Einfamilienhäuser umfasste 575 Quadratmeter und kostete rund 193 000 Euro. Der Preis für diese Grundstücke lag mit rund 336 Euro pro Quadratmeter also um 33 Euro höher als der Gesamtdurchschnittspreis für alle verkauften Flächen. Dieser Gesamtwert lag 2005 noch bei 223 Euro, ist seitdem innerhalb von fünf Jahren also um knapp 36 Prozent gestiegen.

Bodenrichtwerte: Am höchsten liegen die Bodenrichtwerte, die nach dem Marktbericht bestimmt werden, mit 500 bis 900 Euro pro Quadratmeter in der Solinger Innenstadt. In der Ohligser Mitte sind es bis zu 550 Euro.

Einfamilienhäuser: Gestiegen sind gegenüber dem Vorjahr auch die Preise für bestehende Einfamilienhäuser. Sie wurden im Durchschnitt um 15 Prozent teurer verkauft als noch 2019. So kostete ein frei stehendes Einfamilienhaus (Baujahr 1980) im Schnitt 462 000 Euro. Für ein ebenso altes Reihenendhaus oder eine Doppelhaushälfte lag der Preis laut Grundstücksmarktbericht bei 397 000 Euro. Für neu gebaute Reihenhäuser mussten die Erwerber im Schnitt sogar 440 000 Euro bezahlen.

Eigentumswohnungen: Bei den „gebrauchten“ Eigentumswohnungen war die Entwicklung ähnlich. Sie kosteten 2020 etwa 10 Prozent mehr als im Jahr davor. Der Kaufpreis für eine durchschnittliche Eigentumswohnung (Baujahr 1980) betrug 162 000 Euro. Eine Neubauwohnung wurde im Schnitt für 330 000 Euro verkauft.

Zuzüge: Wie bereits in den Vorjahren hatte etwa jeder dritte Käufer zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses seinen Wohnsitz außerhalb Solingens. Die meisten zogen aus den Räumen Düsseldorf und Köln in die Klingenstadt.

Mieten: Die Entwicklung der Mieten und Pachten haben die Gutachter wegen der Pandemielage nicht ausgewertet.

Die Stadtverwaltung registriert ein großes Interesse an baureifen Grundstücken. Das Internetangebot wird ständig aktualisiert.

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