Kommunalwahl

Grüne fordern „Aufbruch in nachhaltige Zeit“

Thilo Schnor, Juliane Hilbricht und Alina Linke (v.l.) stellten das Wahlprogramm der Grünen vor. Foto: Andreas Tews
+
Thilo Schnor, Juliane Hilbricht und Alina Linke (v.l.) stellten das Wahlprogramm der Grünen vor. Foto: Andreas Tews

Schwerpunkte im Wahlprogramm sind Umweltschutz, Verkehr und Soziales.

Von Andreas Tews

Solingen. Mit einer Politik, die auf Nachhaltigkeit setzt, fördert man nicht nur den Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und die Lebensqualität. Ein entsprechendes Handeln mache die Stadt auch krisensicher.

Davon ist Thilo Schnor, Sprecher der Solinger Grünen, überzeugt. In dem 110-seitigen Programm zur Kommunalwahl, das er gestern mit Spitzenkandidatin Juliane Hilbricht und Alina Linke, Sprecherin der Grünen Jugend, vorstellte, gehe es um einen „Aufbruch in eine nachhaltige Zeit“.

Erarbeitet hatten die Grünen ihr Programm nach Schnors Angaben bereits vor den Sommerferien. Es sei in vielen Videokonferenzen und unter Mitwirkung vieler Mitglieder entstanden.

Zum nachhaltigen Leben gehören nach seiner Meinung unter anderem Stadt- und Stadtteilzentren, in denen weniger Autos fahren als bisher. Schnor strebt eine Verkehrswende an. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) will er ausbauen und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Dazu müsse die Stadt einen entsprechenden Verkehrsentwicklungsplan erstellen. Zudem müssten die Zentren durch mehr Grün besser vor Überhitzung geschützt werden.

Alina Linke hat das Ziel, dass die Grünen-Fraktion im Stadtrat die Stimme der Fridays-For-Future-Bewegung sein müsse. Für den Klimaschutz vor Ort ist laut Hilbricht wichtig, dass die Stadtwerke gestützt werden. Nur wenn der ÖPNV und die Nahversorgung in städtischer Hand blieben, habe man Einfluss auf deren Entwicklung. Ähnlich sieht sie die Zukunft des Klinikums. Das müsse in städtischer Hand bleiben, Auslagerungen seien nach Möglichkeit zu vermeiden.

Beim Thema soziale Gerechtigkeit ist laut Hilbricht entscheidend, bei neuen Bauprojekten die angestrebte 30-Prozent-Quote für Sozialwohnungen zu erreichen. Dazu müssten städtebauliche Verträge abgeschlossen oder spezielle Satzungen beschlossen werden. Soziale Gerechtigkeit müsse laut Schnor mit Klimaschutz und wirtschaftlicher Innovation einhergehen.

Ein Konzept, das junge Frauen vor sexueller Belästigung besser schützt, forderte Linke. Wichtig sei dabei, die Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Plätzen – zum Beispiel durch bessere Beleuchtung – zu verbessern. Es müsse aber auch Schutzräume für Frauen geben, die belästigt werden.

Juliane Hilbricht über eine „echte Verkehrswende“, Grundversorgung und Discounter auf Gewerbeflächen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Verordnung: Es gilt für Solingen wieder die Inzidenzstufe 2
Verordnung: Es gilt für Solingen wieder die Inzidenzstufe 2
Verordnung: Es gilt für Solingen wieder die Inzidenzstufe 2
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Corona: KV korrigiert Zahl der Geimpften nach unten - Impfmobil unterwegs
Corona: KV korrigiert Zahl der Geimpften nach unten - Impfmobil unterwegs
Corona: KV korrigiert Zahl der Geimpften nach unten - Impfmobil unterwegs
Frau fährt gegen geparktes Auto
Frau fährt gegen geparktes Auto
Frau fährt gegen geparktes Auto

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare