Bundestagswahl 2021

Grüne fokussieren sich aufs Klima und die Jugend

Direktkandidatin Silvia Vaeckenstedt und Britta Haßelmann von den NRW-Grünen besuchten zum Wahlkampfauftakt auch das Gründer- und Technologiezentrum. Foto:
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Direktkandidatin Silvia Vaeckenstedt und Britta Haßelmann von den NRW-Grünen besuchten zum Wahlkampfauftakt auch das Gründer- und Technologiezentrum.

Wahlkampfauftakt für Direktkandidatin Silvia Vaeckenstedt.

Von Anna Lauterjung

Solingen. Am Donnerstagabend herrschte Aufbruchsstimmung im Saal der Cobra. Dort startete der Solinger Kreisverband der Grünen den Wahlkampf für die Bundestagswahl am 26. September. Schnell wurde deutlich: Die Solinger Politiker lassen sich vom allgemeinen Höhenflug der Partei anstecken. „Das wird der erfolgreichste und größte Wahlkampf in der Geschichte der Grünen sein“, verkündete NRW-Landesvorsitzender Felix Banaszak selbstbewusst, der die Solinger Direktkandidatin Silvia Vae-ckenstedt unterstützte.

„Wir sind nicht die Erzieher der Nation.“

Silvia Vaeckenstedt (Grüne), Direktkandidatin für den Wahlkreis 103, über mehr Anreize zum Klimaschutz statt neuer Verbote

Inhaltlich fokussierten sich die beiden Politiker vor allem auf die Themen Klima und Jugend. Denn eine Zukunft für die Jugend sei nur mit einer klimagerechten Politik erreichbar. Daher warben auch Banaszak und Vaeckenstedt für das Einhalten des 1,5-Grad-Ziels, um den Temperaturanstieg der Erde zu deckeln. Funktionieren solle dies mit einem Klimaministerium und mit einem Vetorecht, das ähnlich dem jetzigen Haushalt-Vorbehalt des Finanzministeriums funktionieren soll. Eine klimagerechte Politik eröffne zudem neue Chancen für größeres Wirtschaftswachstum, betont der Landesvorsitzende. Banaszak: „Wir wollen Reform statt Reparatur!“

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Verbote, um ihr Ziel zu erreichen, schließen dabei beide aus. „Wir sind nicht die Erzieher der Nation“, sagt Vaeckenstedt. Stattdessen solle es dem Bürger einfacher gemacht werden, klimafreundlich zu handeln und umweltschädliche Subventionen abgeschafft werden.

Für Banaszak und Vaeckenstedt ist es zudem wichtig, in der kommenden Regierung die Probleme und Perspektive von jungen Menschen ernst zu nehmen. Sie plädieren für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz, eine Grundsicherung für Kinder und das Herabsetzen des Wahlalters auf 16 Jahre.

Mit der Auftaktveranstaltung begann der Wahlkampf offiziell für Silvia Vaeckenstedt. Die 51-jährige Sprecherin der Kreisfraktion Solingen tritt als Direktkandidatin für den Wahlkreis 103 (Solingen, Remscheid und Wuppertal II) unter anderem gegen den bisherigen Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt (CDU) an. Sie ist seit 17 Jahren aktives Mitglied in der Partei und möchte sich neben umweltpolitischen Themen auch für soziale Gerechtigkeit und Inklusion einsetzten. Durch ihre Rheumaerkrankung sei sie manchmal auf einen Rollstuhl angewiesen, sagt Vaeckenstedt. „Dabei habe ich den Unterschied zwischen barrierefrei und barrierearm selbst erlebt“, berichtete sie.

Nun starten die Solinger Grünen in ihr Wahlkampfprogramm, für das es direkt nach der Auftaktveranstaltung weiter ging. Am Freitagnachmittag besuchte Vaeckenstedt mit der nordrhein-westfälischen Spitzenkandidatin Britta Haßelmann das Gründer- und Technologiezentrum, um mit Gründern über den Wandel der Industrie und die Gründerszene in Solingen zu sprechen.

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