Großmeister bringt Solinger Schülern die ersten Züge bei

Auf dem Schachbrett (v. l.): Centermanager Ralf Lindl, Oliver Kniest, Vorsitzender der Solinger Schachgesellschaft, Schachgroßmeister Sebastian Siebrecht und Bürgermeister Thilo Schnor.Foto: Tim Oelbermann
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Auf dem Schachbrett (v. l.): Centermanager Ralf Lindl, Oliver Kniest, Vorsitzender der Solinger Schachgesellschaft, Schachgroßmeister Sebastian Siebrecht und Bürgermeister Thilo Schnor.Foto: Tim Oelbermann

Sebastian Siebrecht baut seine mobile Schachschule im Hofgarten auf

Von Jutta Schreiber-Lenz

Schnell waren die Schüler der 6a des Gymnasiums Schwerstraße mitten im Geschehen: Im leerstehenden Ladenlokal im unteren Geschoss des Hofgartens angekommen, umringten sie auch schon einen der vielen mit Schachbrett und Figuren bestückten kleinen Tische und ließen sich von Sebastian Siebrecht in die Welt von König, Dame & Co. einführen. Bürgermeister Thilo Schnor und Centermanager Ralf Lindl hatten kaum Zeit für ihre freundlichen Begrüßungsworte, so heiß schienen die Schüler drauf, erste Übungspartien zu spielen.

„Schon 2018, beim ersten Besuch von ,Faszination Schach‘ waren wir als Schule dabei, hatten viel Spaß und jetzt haben sich die Kinder auch total auf diesen Tag gefreut“, sagte der begleitende Lehrer Sebastian Quadflieg.

Großmeister Sebastian Siebrecht brennt spürbar für seinen Denksport und knüpfte binnen weniger Minuten einen festen Draht zu den Sechstklässlern, die den Schachtag im Hofgarten einläuteten. Im Nu wussten durch Siebrechts Mix aus lockerer Ansprache und echter Fachkompetenz auch Schachneulinge, welche Züge zum Beispiel ein Turm machen darf, dass die Dame die stärkste Spielfigur ist und der König „so viel Gold in der Tasche hat, dass er total unbeweglich ist und nur jeweils ein Feld gehen darf“.

Neben der Liebe zu Schach sei es tatsächlich die Lust, diese an Kinder weiterzugeben, sagte Siebrecht. „Deshalb habe ich nach meinen sportlichen Erfolgen zunächst eine eigene Schachschule gegründet und danach dieses Veranstaltungskonzept entwickelt, mit dem ich durch die Lande toure“. Schach sei eben alles andere als verstaubt und trocken und ausschließlich etwas für sogenannte Nerds. „Man lernt taktisches Denken, vorausschauende Planung, bekommt räumliches Verständnis und ganz nebenbei eine Schulung in mathematischer Logik“, sagte er. Spürbar stolz ist er darauf, immer mal wieder selbst ausdrücklich „coole“ Jugendliche so mit dem Schachvirus infiziert zu haben, dass sie „danach richtig durchgestartet sind.“ Für den gestrigen Mittwoch hatte Siebrecht ein interessantes Programm dabei, unter anderem einen „Erlebnisparcours“ , der auch Kindergartenkinder ansprach.

Solinger Schachspieler knüpfte den Kontakt zum Großmeister

Größere Kinder und Jugendliche konnten Simultanschach mit Spitzenspielern ausprobieren. Mit dabei, auch am Brett, war unter anderem Oliver Kniest von der Schachgesellschaft Solingen. Er hatte den Kontakt zu Sebastian Siebrecht geknüpft und schon 2018 den ersten Schachtag initiiert.

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