Kirche

Gregorian Grace überraschen mit einem vielseitigen Programm

Die Sänger vor dem Altar in dunklen Kutten, die Gesichter fast verhüllt: So präsentierte sich Gregorian Grace.
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Die Sänger vor dem Altar in dunklen Kutten, die Gesichter fast verhüllt: So präsentierte sich Gregorian Grace.

200 Besucher wollten Musiker in der Pfarrkirche St. Joseph hören.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Sie hielten, was Tourneeleiter Kamil Basiak versprach: Zum Abschluss ihrer Weinachtstournee mit geistlichen und weltlichen Liedern überraschten die Musiker vom Ensemble Gregorian Grace mit einem vielseitigen Programm von Text, Gesang und instrumentaler Musik. „Wir heben uns etwas ab von den Konzerten mit allein nur einstimmigen gregorianischen Gesängen“, erklärte Basiak. 200 Solingerinnen und Solinger waren am Donnerstagabend in die Pfarrkirche St. Jospeh an der Hackhauser Straße gekommen, um die Musiker zu hören. Und neben den Männerstimmen erfreuten unter den sieben Solisten auch Sopranstimmen die Zuhörer.

Geistliche Choräle mischten sich unter Rock- und Popmusik

Natürlich erklangen aber auch jene geistlichen Choräle der Liturgie der römisch-katholischen Kirche, die nach dem im Jahr 590 geweihten Papst Gregor benannt sind. Aber darum herum sang der kleine, gemischte Chor auch passende Songs der Rock- und Popmusik wie das fröhliche „Winterwonderland“. Darunter waren ebenfalls der Folksong „Knocking on Heaven’s Door“ von Bob Dylan und unvergessene Songs von Simon & Garfunkel. Besonders gut in die feierliche Atmosphäre dieses Konzertes passten auch die Lieder „Hallelujah“, von Leonard Cohen und das anmutige Lied „Ameno“ aus Frankreich.

Sehr beeindruckten am Donnerstagabend auch die Wortbeiträge des Schauspielers Michael Ophelders. Für seine Auftritte hatte er Texte rund um das Weihnachtsfest zusammen gefügt. Da rezitierte er mit seiner markanten Stimme Geschichten aus der Feder von Joseph von Eichendorff, dessen lyrisches Gedicht „Weihnachten“ sicher zu den Klassikern der Literatur an Weihnachten gehört.

Aber in seinen kleinen Inszenierungen der Sprache brachte der Rezitator auch ironische Geschichten von Erich Kästner zu Gehör, und in Sachen Humor stellte der beeindruckende Sprecher Gedichte und Geschichten von Heinz Erhard und Loriot vor. Ein Evergreen ist auch „Die Weihnachtsmaus“ von James Krüss. Schauspieler Ophelders machte ein kleines Theaterstück aus diesem humorvollen Gedicht um die gestohlenen Weihnachtsplätzchen. Dazu fand er auch einige passende Texte von Eugen Roth, in denen der Dichter die Schwächen und Eigenarten der Menschen liebevoll karikiert.

Gregorian Grace hat mit diesem außergewöhnlichen Konzert den Zuhörern eine große Freude gemacht. Das Konzertprogramm hatten die Besucher in der Kirche sicher nicht erwartet, aber der starke Applaus zeigte aber die Begeisterung des Publikums. Gesang und fein ausgewählte Texte fügten sich zu einer Einheit, und brachten eine behagliche Stimmung in Vorfreude auf Weihnachten .

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