Stadtteil-Arbeit

Gräfrath will Themen angehen - das Interesse ist groß

Viele Bürgerinnen und Bürger kamen am Samstagabend auf den historischen Marktplatz, um die Ergebnisse der Heimatwerkstatt zu diskutieren.
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Viele Bürgerinnen und Bürger kamen am Samstagabend auf den historischen Marktplatz, um die Ergebnisse der Heimatwerkstatt zu diskutieren.

1800 Mails, 850 Hinweise: Was sich die Gräfrather für ihren Stadtteil wünschen. Abschlussveranstaltung der Heimatwerkstatt lockt viele Bürger auf den Marktplatz.

Von Moritz Berger

Solingen. Die letzten Tage waren noch einmal anstrengend. „Bis zwei Stunden vor dieser Veranstaltung habe ich die letzten Anregungen bekommen“, berichtete Thomas Zühlke am Samstagabend auf dem Gräfrather Marktplatz.

An den Projektleiter der Heimatwerkstatt wurden in den vergangenen Monaten viele Ideen für die Zukunft des Stadtteils herangetragen. So verzeichnete Zühlke insgesamt rund 850 Hinweise und über 1800 Mails von Bürgern, in denen sie ihren Wünschen für ein modernes Gräfrath Ausdruck verliehen. Besonders habe sich der Projektleiter über einige handschriftliche Briefe mit interessanten Anregungen gefreut. „Insbesondere die letzten vier Wochen waren noch einmal sehr konstruktiv“, betonte Zühlke.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger drängten sich an diesem Abend im historischen Ortskern. Der Heimatverein Gräfrath, der das Projekt betreut, hatte zur großen Abschlussveranstaltung eingeladen. In geselliger Atmosphäre auf dem Marktplatz skizzierten die Verantwortlichen der Heimatwerkstatt die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses.

Vor allem vier Punkte nannte Thomas Zühlke, die für die Entwicklung Gräfraths einen besonderen Stellenwert hätten. Zuerst sei „unsere Jugend“ zu nennen, deren Rolle und Perspektive in Gräfrath in den vergangenen Workshops immer wieder in den Blick genommen wurde. Ein Fazit: Es fehlen Treffpunkte, die den jungen Menschen gerecht werden.

Gräfrather wünschen sich Vernetzung in jeder Form

Außerdem wünschen sich viele Gräfrather mehr Vernetzung, und zwar „in jeglicher Form“, wie Thomas Zühlke ausführte. Ob eine bessere Busanbindung oder eine deutlichere Kommunikation – „wir müssen uns immer wieder bewusst werden, was wir wollen und was wir können“.

Auch die Idee einer Mehrzweckhalle für den Stadtteil führte der Projektleiter an, die einen Platz für die Vereine Gräfraths wie auch für viele Veranstaltungen bieten könne. Im letzten Workshop favorisierten die Bürger zudem eine „professionelle Weiterbegleitung des Erarbeiteten im operativen Geschäft“, also eine hauptamtliche Kraft, die die Akteure des Bezirks zusammenbringt und die Entwicklung Gräfraths besser koordiniert.

Zur Abschlussveranstaltung der Heimatwerkstatt war auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) gekommen und griff in seinem Grußwort die vielfältigen Anregungen auf. So sei man in dem Beteiligungsprozess „nicht bei dem stehengeblieben, was man immer mal machen wollte, sondern es wurden große Ideen entwickelt“. Vor diesem Hintergrund würdigte Kurzbach jene Menschen, die sich zusammengetan haben und es selbst in die Hand genommen hätten, die Zukunft des Stadtteils zu gestalten.

Das entstandene Konzept bildet nun die „zentrale Agenda“, anhand derer man sich bei der Entwicklung von Gräfrath orientiere. Als symbolische Geste streckte Tim Kurzbach am Samstagabend dem Projektleiter Thomas Zühlke und der Bezirksbürgermeisterin Ruth Fischer-Bieniek (Grüne) die Hand entgegen, verbunden mit der Aufforderung: „Lasst uns etwas aus Gräfrath machen.“ Ein runder Abschluss des Abends gelang mit Musik der Band „See You“.

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