Schulzentrum

Der Neubau des Schulzentrums Vogelsang soll „Dorfplatz“ erhalten

Das fast 50 Jahre alte Schulzentrum Vogelsang ist marode und soll abgerissen werden. Archivfoto: Christian Beier
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Das fast 50 Jahre alte Schulzentrum Vogelsang ist marode und soll abgerissen werden. Archivfoto: Christian Beier

Für das Schulzentrum in Gräfrath legt das Rathaus eine erste Planung vor

Solingen. 100 Millionen Euro will die Stadt in einen Neubau des Schulzentrums Vogelsang investieren. Da hierfür der Bebauungsplan geändert werden soll, legte das Rathaus jetzt eine erste Vorplanung vor, in der die städtebaulichen Grundzüge festgelegt werden. Nach dem Entwurf der Verwaltung sollen auf dem Gelände drei einzeln stehende Neubauten entstehen, die sich zusammen mit der vorhandenen Sporthalle um einen zentralen Hof („Dorfplatz“) gruppieren.

Dass die 1972 eröffneten Gebäude des Schulzentrums abgerissen werden, steht seit etwa zwei Jahren fest. Damals stellte sich heraus, dass eine Sanierung deutlich teurer wäre als ein Neubau. Mängel wurden unter anderem an der Fassade, den Dachflächen, an der Gebäudetechnik und beim baulichen Brandschutz festgestellt. Zudem verspricht der Neubau Einsparungen bei den laufenden Betriebskosten.

Schüler können in der Bauzeit an Ort und Stelle bleiben

Ursprünglich war geplant, den Neubau komplett neben den bestehenden Schulgebäuden zu errichten. Erst wenn dies abgeschlossen wäre, sollte der bestehende Bau abgerissen werden. So sollte gewährleistet werden, dass die Schüler und Lehrer nach der Fertigstellung umziehen können, ohne zwischenzeitlich in ein Provisorium ausweichen zu müssen.

Die jetzigen Pläne zeigen aber, dass die künftigen Gebäudetrakte des Gymnasiums und des Pädagogischen Zentrums (mit Aula, Mensa und Lehrerzimmern) im Bereich der heutigen Schulgebäude errichtet werden. Grundsätzlich werde es aber möglich sein, dass die Schüler während der Bauarbeiten an Ort und Stelle bleiben, versichert Rathaussprecherin Stefanie Mergehenn. Ob dies angesichts der lärmintensiven Arbeiten aber sinnvoll sei, werde mit den Schulleitungen geklärt. Die Stadtdienste Schulen und Gebäudemanagement arbeiten laut Mergehenn an Lösungen. Die Machbarkeitsstudie und die Schulraumplanung ließen verschiedene Modelle zu.

Pädagogische Konzepte haben zu Änderungen geführt

In den aktuellen Unterlagen erläutert die Verwaltung, dass die drei frei stehenden, neuen Gebäude auf der Hangkuppe, also in den am höchsten gelegenen Bereichen des Geländes entstehen sollen. Gymnasium, Realschule und Pädagogisches Zentrum werden dabei räumlich voneinander getrennt (| Kasten). Bebaut werden nach dem aktuellen Konzept größtenteils solche Flächen, die bereits jetzt versiegelt seien. Dies habe zur Folge, dass vergleichsweise wenige Bäume und Sträucher gefällt werden müssen. Dies war laut Mergehenn einer der Gründe für die jetzt angepeilte Anordnung der Gebäude. Nicht zuletzt sprächen auch Veränderungen im pädagogischen Konzept für diese „Campuslösung“.

Das Raumkonzept soll dem einer Ganztags-Gesamtschule entsprechen. Für das derzeit vierzügige Gymnasium und die dreizügige Realschule reichen die angepeilten drei neuen Gebäude aus. Falls in Zukunft eine Erweiterung nötig sein werde, halte man dafür zwei weitere Flächen auf dem Schulgelände vor – eine im Bereich der Realschule, eine als weiteren Trakt des Gymnasiums.

Die politischen Beratungen beginnen kommende Woche in den Bezirksvertretungen Wald und Gräfrath

Vom Innenhof gesehen sollen die Schulhäuser bis zu drei Geschosse haben. Durch die Hanglage könne am nördlichen Gebäude zur dortigen Baumgruppe hin optisch ein viertes entstehen.

Die Neubauten und die Sporthalle sollen sich um einen „Dorfplatz“ gruppieren. Planung: BM+P Architekten

Die Parkplätze am Schulzentrum sollen laut Planentwurf weitgehend bestehen bleiben. Das Angebot an Fahrrad-Abstellplätzen wollen die Planer verbessern. Eine dieser Flächen ist nahe der Korkenziehertrasse vorgesehen.

Die politischen Beratungen beginnen kommende Woche in den Bezirksvertretungen Wald und Gräfrath. Anfang Mai soll der Stadtplanungsausschuss des Rates eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschließen. Unter Berücksichtigung der dabei eingegangenen Anregungen wird danach ein neuer Bebauungsplan beschlossen. Im Frühjahr 2022 will die Stadtverwaltung den Auftrag für die Planungen zum Neubau vergeben. Den Start der Bauarbeiten peilt man für Sommer 2025 an.

Vier Gebäude

Gymnasium: Die Gebäudetrakte im Norden des „Dorfplatzes“ sollen das Gymnasium (Mittel- und Oberstufe getrennt) sowie Kunst- und Ganztagsräume beherbergen.

Realschule: Im südlichen Gebäude sind die Realschule und die Technik-Fachräume beider Schulformen vorgesehen.

Pädagogisches Zentrum: Ein drittes Gebäude (im Osten) soll Platz für das Pädagogische Zentrum samt Aula, Mensa und Lehrerbereich bieten.

Sporthalle: Die heutige Sporthalle bleibt bestehen.

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