Bühne

Gräfrath-Taler geht an seinen Erfinder Willy Weber

Karl Gerd Hankammer (rechts) vom Heimatverein überreichte den Gräfrath-Thaler an Willy Weber.
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Karl Gerd Hankammer (rechts) vom Heimatverein überreichte den Gräfrath-Thaler an Willy Weber.

Stimmungsvoller Abend im Ratssaal des Kunstmuseums.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Willy Weber war spürbar überrascht, dass ihm selbst in diesem Jahr der Gräfrath-Taler verliehen wurde. Schließlich hatte er als langjähriges Vorstandsmitglied des Gräfrather Heimatvereins diese Auszeichnung selbst erfunden, die seit 20 Jahren eine Gräfrather Person oder eine Institution auszeichnet, welche sich besonders für den Stadtteil einsetzt. „Seit der letzten Wahl aber ist Willy nicht mehr Vorstand, also nun wählbar“, erläuterte Harald Engels, sein ehemaliger Kollege in diesem Leitungsgremium, die Regeln.

„Und wer“, so fragte Karl Gerd Hankammer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender in seiner Laudatio auf den neuen Preisträger in die Runde, „wäre für den Gräfrath-Taler richtiger als Willy Weber?“ Dass dem so ist, konnte man nicht nur am zustimmenden lauten Beifall der Gäste des Gräfrath-Abends entnehmen. Viele Gäste waren in den Ratssaal des Kunstmuseums geströmt, um nach einer langen Corona-Pause erstmalig wieder miteinander zu feiern. Man konnte es auch an der Tatsache erkennen, dass es mal wieder Willy Weber war, der nach Dank und Rührung zum Mikrofon griff, um durch den geselligen Abend zu moderieren.

Nimmermüde und trotz angeschlagener Gesundheit war es für ihn selbstverständlich, diese Aufgabe erneut zu übernehmen. „Fachkräftemangel“, kommentierte er das trocken und augenzwinkernd – und hatte damit sofort die ersten Lacher auf seiner Seite.

40 Jahre hat Willy Weberdas Marktfest moderiert

Gut gelaunt schöpfte er unermüdlich aus seiner tiefen Gag- und Dönekes-Kiste und hielt damit die Stimmung oben, während er Musiker und Vortragende ankündigte, die allesamt aus Gräfrath stammten und ohne Gage auftraten.

40 Jahre habe Weber das Marktfest moderiert, erinnerte Laudator Hankammer. „Bei Sonne, Wind und Wetter, jeweils drei Tage lang und natürlich ehrenamtlich. Dazu die 24 Jahre im Vorstand des Heimatvereins. Ein echtes Urgestein.“

Alle zwei Jahre wird der Gräfrath-Taler im Rahmen des Gräfrath-Abends verliehen, für den die Tickets im Stadtteil auch diesmal schnell ausverkauft waren. Bei belegten Brötchen und Getränken gab es ein buntes Unterhaltungsprogramm. Zum Beispiel heizte die Band Be prepared ordentlich ein. Hobby-Autor Maik Brückmann präsentierte Werke aus der eigenen Schriftstellerei, Dragan Denic „Mundart aus dem Herzen“. Und am Ende eines stimmungsvollen Abends wurde das Bergische Heimatlied angestimmt.

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