Graceland – ganz dicht am Original

Mit dem Duo Graceland gab es endlich wieder ein Konzert im Rittersaal von Schloss Burg. Archivfoto: Roland Keusch
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Mit dem Duo Graceland gab es endlich wieder ein Konzert im Rittersaal von Schloss Burg. Archivfoto: Roland Keusch

Thomas Wacker und Thorsten Gary überzeugten im Rittersaal mit Songs von Simon and Garfunkel

Von Wolfgang Günther

Burg Nach Monaten der erzwungenen Ruhe erwacht auch auf dem Bergischen Kleinod so langsam wieder die Kultur aus ihrem unfreiwilligen Dornröschenschlaf. Am Sonntagabend gastierte in der schönen Kulisse des Rittersaals das Duo Graceland mit den unverwüstlichen Klassikern von Paul Simon und Art Garfunkel.

Die beiden Musiker erfreuten mit ihrer instrumentalen Virtuosität an zwei akustischen Gitarren, konnten aber auch mit ihrem Gesang überzeugen. Bedingt durch die Corona-Pandemie war der Rittersaal nur zur Hälfte bestuhlt, trotz bezahlter Karten waren sogar einige Konzertbesucher überhaupt nicht erschienen. Das nahm aber nichts von der guten Laune der begeisterten Zuhörer.

Thomas Wacker singt den Part von Paul Simon, Thorsten Gary den von Art Garfunkel. Die beiden Künstler haben ihre Vorbilder akribisch studiert, und kommen ihnen stimmlich sehr nahe. Sie harmonieren wunderbar in ihrem Gesang, geben den Liedern aber auch eigene Akzente.

Ein wenig zu kurz kam dabei die faszinierende Geschichte des genialen Duos; die Kooperation begann Anfang der 1960er Jahre, erlebte ihren Höhepunkt Mitte des Jahrzehnts und endete im Jahr 1970 wegen unterschiedlicher Vorstellungen über den weiteren Verlauf der Zusammenarbeit. Endgültig war das aber noch nicht, 1981 spielten Simon and Garfunkel das inzwischen legendäre Konzert im New Yorker Central Park. Das Tribut-Duo schlug aber musikalisch einen weiten Bogen über die Karriere ihrer Vorbilder. Dabei kamen nicht nur die bekannten Ohrwürmer zu Gehör, sondern auch die etwas weniger bekannten Lieder aus dem breiten Repertoire von Paul Simon und Art Garfunkel. Auch die Solo-Lieder der beiden Musiklegenden durften nicht fehlen.

Im Jahr 1965 verfasste Paul Simon in England aus Sehnsucht nach der Heimat das Lied „Homeward Bound“, es wurde der erster Top-Ten-Hit des Duos in Großbritannien.

Natürlich fehlte auch „Mrs. Robinson“ nicht

Thorsten Gary alias Art Garfunkel überzeugte solo mit „April come she will“, und „Bright Eyes“. Aber auch die ganz großen Hits erklangen im Konzert der beiden Musiker aus Süddeutschland. Thomas Wacker brachte auf seiner Gitarre südamerikanische Klänge zum Evergreen „El Condor pasa“, romantisch wurde es beim Lied „Scarborough Fair“, das auf einem englischen Volkslied basiert.

Pausenlos ging es weiter mit den klassischen Hits „The Boxer“ und „Bridge over troubled Water“. Obwohl nur eine gute Stunde angekündigt worden war, spielten die beiden Solisten 90 Minuten lang durch und brachten auch den fetzigen Song „Mrs. Robinson“, ein Hit aus dem Film „The Graduate“, (Die Reifeprüfung) zu Gehör. Passend zum Ende erklang „The Sound of Silence“, aber langer Beifall sorgte für eine Zugabe.

Und noch einmal erklangen im stimmungsvollen Ambiente in einem Medley die schönsten Melodien der unvergessenen Musiker Simon and Garfunkel, die im Duo Graceland würdige Interpreten gefunden haben.

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