Tradition

Maikundgebung: 150 Besucher - Redner fordern Aufwertung für soziale Berufe

Peter Horn konnte rund 150 Menschen bei der Abschlussveranstaltung begrüßen. Foto: Andreas Horn
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Peter Horn konnte rund 150 Menschen bei der Abschlussveranstaltung begrüßen.

Hauptrednerin war Annelie Buntenbach, langjähriges Mitglied im DGB-Bundesvorstand. Für ihre Appelle bekommt sie Applaus.

Von Holger Hoeck

Solingen. Der „Tag der Arbeit“ ist traditionell zugleich der Tag, an dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zum Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung aufruft. Nach einem Marsch über angrenzende Straßen fand die Abschlussveranstaltung gestern auf dem Neumarkt statt, zu der Stadtverbands-Vorsitzender Peter Horn rund 150 Teilnehmer begrüßen konnte.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) betonte die Bedeutung des 1. Mai. „Dieser Tag, an dem wir uns treffen und zum Austausch zusammenkommen, ist für Solingen ganz wichtig. Wir wollen ihn nie wieder ausfallen lassen.“ In kurzen Impulsen nahm er den Nachwuchs in den Fokus.

„Wir müssen Politik aus dem Blickwinkel der Kinder machen. Wir werden daher unseren Lebensstil und unsere Prioritäten umstellen müssen.“ Auch könne es nicht sein, die nachfolgenden Generationen auf dem aufgetürmten Schuldenberg sitzenzulassen. „Wir sind dringend aufgerufen, die Probleme unserer Generation schon selber zu lösen.“

Kurz darauf ergriff Annelie Buntenbach, langjähriges Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, das Mikrofon und erntete für ihre Appelle Applaus. „Wir stehen hier, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass wir uns einmischen, denn wir kämpfen für Solidarität und Arbeiterrechte, für soziale Gerechtigkeit und gegen den Krieg.“

Annelie Buntenbach kritisiert Milliarden für die Bundeswehr

Angesichts des geplanten Sondervermögens für die Bundeswehr forderte Buntenbach stattdessen Investitionen auf notwendigeren Ebenen. „Das Geld wird an anderen Stellen viel eher benötigt, etwa im Kampf gegen Kinderarmut, für die Pflege oder bezahlbaren Wohnraum, Klimaschutz und eine verbesserte Infrastruktur.“
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Die gebürtige Solingerin wünschte sich zudem mehr soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein großes Ärgernis stellt für sie die aktuelle Situation in den sozialen Berufen dar. „Diese sind in unserem Land total unterbewertet, daher zu schlecht bezahlt und besitzen außerdem sehr belastende Arbeitsbedingungen. Gerade soziale Arbeit hält jedoch diese Gesellschaft zusammen.“

Die Forderung nach mehr Fachkräften und einer besseren Bezahlung dürfe daher nicht ungehört bleiben. „Dafür kämpfen die Kollegen in der Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst, und dabei haben sie unsere volle Unterstützung und Solidarität.“

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