Finanzierung wirft Fragen auf

Gesundheitshaus soll im ersten Quartal 2023 eröffnen

Geplant ist der Umzug des Impfzentrums an die Mummstraße.

Von Manuel Böhnke

Beim geplanten Gesundheitshaus an der Mummstraße kommt es zu Verzögerungen. Ursprünglich war der Startschuss vor Ende 2022 geplant, nun gibt die Stadt das erste Quartal 2023 als voraussichtliches Eröffnungsdatum an.

Das Angebot entsteht im früheren Möbelhaus Schmidt. Einen Teil der Fläche wird Solimed mit einem Gesundheitskiosk beziehen. Das Ärztenetzwerk erhält dafür jährlich einen sechsstelligen Betrag von der AOK Rheinland/Hamburg sowie der Bergischen Krankenkasse. Das Angebot soll koordinierend wirken: Vor allem Menschen, die normalerweise keinen Kontakt zu Ärzten haben, finden Ansprechpartner und Hinweise, an wen sie sich bei gesundheitlichen Problemen wenden können. Auch soll der Kiosk Orientierung in sozialen Fragen bieten.

Im anderen Teil werden städtische Angebote zu finden sein. In erster Linie war der Umzug des Impfzentrums vorgesehen. Das Land hat jedoch angekündigt, die Finanzierung stationärer Impfangebote zum 31. Dezember einzustellen. Die FDP wollte nun wissen, wie sich das auf die Pläne für das Gesundheitshaus auswirkt.

Situation bei den Solinger Hausärzten ist angespannt

Dazu äußerte sich Dezernent Jan Welzel (CDU) im Sozialausschuss. Zum einen habe das Land in Aussicht gestellt, bestimmte Strukturen für das Impfen bis Ende März 2023 weiter zu finanzieren. Zudem teile er die Einschätzung aus Düsseldorf, dass Ärzte und Apotheker die Corona-Impfungen alleine stemmen können, nur bedingt. Die Situation im Herbst 2021, als die stationären Impfzentren erstmals geschlossen wurden, habe gezeigt, dass das bei hoher Nachfrage nicht der Fall sei.

Von daher halte er es für einen „aktiven Beitrag zum Katastrophenschutz“, Kapazitäten vorzuhalten: „Wir müssen im Fall der Fälle in der Lage sein, ein flächendeckendes Impfangebot zu machen. Dabei helfe das Gesundheitshaus.

Das Angebot könne nicht nur als Impfzentrum dienen. Welzel verwies auf die sinkende Zahl Solinger Hausärzte. Die Situation sei bereits heute angespannt, bis 2026 erreichen 44 weitere das Rentenalter. Das Gesundheitshaus könnte diese Lücke zumindest teilweise füllen. Denkbar sie, dort „niedrigschwellige ärztliche Untersuchungen“ anzubieten.

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