Ausstellung

Geschwister-Scholl-Schule gibt Fotografin Raum für Kriegsbilder

Die Fotografien sind bis zum 25. März in der Schulbibliothek zu sehen.Foto:Christian Beier
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Die Fotografien sind bis zum 25. März in der Schulbibliothek zu sehen.

Alea Hort porträtierte Kinder, die in Krisengebieten leben – Ausstellung gewinnt im Ukraine-Krieg eine neue Bedeutung.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Kinder, die auf einer Schaukel zwischen Zeltwänden hinauf in den Himmel schwingen, mit großen Augen aus dem Fenster wie in ihre Zukunft schauen oder die Fotografin vorsichtig anlächeln: Beispiele von den Impressionen, die Alea Hort in ihrer neuen Ausstellung im Bibliothekspavillon der Geschwister-Scholl-Schule an der Querstraße zeigt.

Hort, eigentlich Hochzeitsfotografin, ist mit ihren Kameras schon länger in Flüchtlingslagern und Krisengebieten unterwegs. Für diese Fotos ist sie nach Lesbos gereist und hat sich in den Lagern Moria und Kara Tepe umgesehen. „Manchmal male ich ein Haus für uns“ ist der Titel der Ausstellung, die in Solingen ihre Deutschland-Premiere feiert. Die Arbeiten sind in Kooperation mit der EU-Flüchtlingshilfe entstanden.

Sie wolle Menschen mit ihren Fotos sensibilisieren, das Leid anderer Menschen durch Vertreibung, Krieg, Gewalt durch Hilfe und Unterstützung zu lindern, sagte die Fotografin, in einer Videobotschaft zur Eröffnung. Und: Eine Schule sei genau der richtige Ort für ihre Werke. „Schön, dass Ihr durch die Aufnahmen angeregt, mit dem Thema Flucht und ihren Ursachen wie Kriegsverbrechen, Hungersnöte, Gewalt und Zerstörung, beschäftigen wollt“, sagte sie an die Schüler gewandt.

Das Thema „Flucht“ habe durch den Krieg in der Ukraine wieder an Aktualität gewonnen und das mache sie sehr betroffen. Zugleich merkte Hort die offensichtliche Ungleichheit im Umgang mit Menschen an – zwischen denen, die aus der Ukraine fliehen, und denen, die seit Jahren in Auffanglagern wie zum Beispiel Moria ausharren müssen.

„Mit dieser Ausstellung gibt die Künstlerin den leidenden Menschen ihre Identität zurück“, sagte Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki (SPD) in ihren Grußworten, auch als Aufsichtsratsmitglied der UNO-Flüchtlingshilfe Deutschland und selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe auf Lesbos.

Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade gab in einem kurzen Vortrag ein paar fotografische Einblicke in die Ausstellung. Anhand dieser berührenden Bilder schickte sie insbesondere die anwesenden Schüler im Auditorium auf eine gedankliche Reise: „Stellt Euch vor, ihr müsstet Familie und Freunde verlassen, und nach langer unfreiwilliger Reise irgendwo anders ganz neu anfangen. . .“

Die Fotoausstellung ist in der Mediothek der Gesamtschule, Querstraße 42, noch bis zum 25. März – ein Freitag – zu sehen.

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