„Spot on – Kultur“

Geschichte, Musik und Kunst an neun Orten

Die Leiterin des Kulturmanagements Solingen Sonja Baumhauer (l.) freut sich mit Anna Frantzen über das abwechslungsreiche Programm, das in schwierigen Zeiten auf die Beine gestellt werden konnte. Foto: Michael Schütz
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Die Leiterin des Kulturmanagements Solingen Sonja Baumhauer (l.) freut sich mit Anna Frantzen über das abwechslungsreiche Programm, das in schwierigen Zeiten auf die Beine gestellt werden konnte.

Solingen knipst das Licht am 21. August wieder an.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen Neun Orte stehen am 21. August zur Auswahl, wenn Solingens Kultur sich mit Schwung wieder zurückmeldet. Angelehnt an das Konzept der beliebten Kulturnacht, die in diesem Jahr bereits das zweite Mal der Pandemie zum Opfer fiel, findet zeitgleich stadtweit jede Menge zum Schauen, Hören und Genießen statt.

Bei „Spot on – Kultur“ ist der Name Programm. Die Verantwortlichen listen auf ihrer Internetseite ein pralles Angebot auf, das Freunden von Musik, Kunst, Literatur, Geschichte, Lust macht, sich ab 17.30 Uhr auf den Weg zu machen. Das Publikum hat die Qual der Wahl und kann sich sein Programm selbst zusammenstellen und von Ort zu Ort wechseln – ohne die von der bisherigen Kulturnacht bekannten Programm-Busse. Dieses Format muss auf eine Normalität nach Corona verschoben werden. In jedem Fall ist bei „Spot on – Kultur“ für jeden Geschmack etwas dabei.

Stadtbibliothek: Poetry Slam, Teneja sowie Jannik Föste & Nick Schwenderling etwa freuen sich in der Volkshochschule / Stadtbibliothek auf ein kulturhungriges Publikum.

Cobra: Das Kulturzentrum lädt zu einer Hommage an Paul Kuhn mit Tobias Sudhoff ein.

Klingenmuseum: Dort gibt es einen „zauberhaften Abend, nicht nur für Weinliebhaber und Weinlieberinnen“, anknüpfend an die Weinverkauf-Tradition des ehemaligen Klosters. Die wird dergestalt verdreht, dass sich alle Gäste eine Flasche ihres Lieblingswein mitbringen können, um sie im Kreis interessanter anderer Gäste bei angeregten Gesprächen zu genießen. Das Museum steuert Atmosphäre Licht-Installationen und sommerliche Musik bei. Außerdem gibt es noch zwei Abendführungen.

Haus der Jugend: Man setzt auf ein Open-Air- Event im Garten. Das Programm bietet neben Musik, Speisen und Getränken auch Do-It-Yourself- und Jahrmarktaktionen.

Zentrum für verfolgte Künste: Beginnend mit der Ausstellungseröffnung „Andorra“, ein Kunst- und Literaturprojekt mit dem Humboldtgymnasium Solingen“ geht es über Musik von Astor Piazzolla und Erwin Schulhoff, vorgetragen von Lissy Szakacs (Alt Saxofon) und Cristian Schnitger (Klavier) zur Vorstellung des Oscar Zügel Archivs. Danach führt Daniela Tobias, Vereinsvorsitzende des Vereins Max-Leven-Zentrum, durch die Ausstellung „. . . und laut zu sagen: Nein.“ und legt hierbei den Fokus auf den Solinger Maler und Widerstandskämpfer Ernst Walsken. Im Anschluss ist Zeit für Gespräche.

LVR-Industriemuseum: In der alten Gesenkschmiede an der Merscheider Straße startet das Programm bereits am Nachmittag. Ein Mitarbeiter leitet in Workshops für Familien an, Schönes aus Kronkorken herzustellen. Von 18.30 bis 19.30 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch die aktuelle Ausstellung „Must Have“ teilzunehmen, die die Geschichte des Konsums beleuchtet. Passend dazu präsentieren die Wortrocker unter dem Titel „Stories and Sound“ um den Hörspielmacher und Sounddesigner Peter Schilske Geschichten über das Kaufen, den Überfluss, das Leben und die schönen Dinge bevor danach Jazz in der Schmiedeübernimmt.

Monkeys: Das Awo-Probenhaus ist mit vier Nummern am Start: Rosa spielt Mashups am Piano und freut sich, „wenn’s jemand verstanden hat“, Liebhaber für obskure Platten, Noise und Italo-Synths kommen bei ESR auf ihre Kosten, danach greift Liedermacher Robert Schreiber zum Mikro, zum Abschluss groovt die Rock-Blues-Coverband Lost Crown Caps.

Musikschule: Das Programm steht noch nicht fest.

Theater und Konzerthaus: Hier macht Schmitz-Backes den Anfang mit seiner Mischung aus Humor und Zauberkunst. Marlies Klumpenaar (Klarinette), Ruth Krabbe (Fagott) und Christian Leschowski (Oboe) von den Bergischen Symphonikern sind das Trio d’anches und haben Klänge aus vier Jahrhunderten dabei. Die Rockcity Allstars schließlich geben bei „Spot-on – Kultur“ ihr Debüt. Als Beitrag des Initiativkreises Solingen und des Stadtmarketings haben sich unter der Leitung von Jörg Lehnardt, Profigitarrist und Lehrer an der Musikschule, bekannte Alt- und Jung-Künstler zusammengetan. Mit dabei sind Mutz an der Gitarre, Carsten Steffens – früher HBlockx – an den Drums. Gesang steuern Leonora Huth und Hermann Daun zu erleben. Zu Gastauftritten werden Coco Teuber und Martin Gerschwitz (Iron Butterfly) erwartet.

Tickets

Jeder Spielort ist selbst Veranstalter und verkauft die Tickets in Eigenregie. Zunächst wird nur so viel an Tickets verkauft, wie es die landesweite Inzidenzstufe 3 ermöglicht. Können am 21. August mehr Besucher zugelassen werden, regeln die Veranstaltungsorte das über die Abendkasse oder zusätzliche Kontingente für den Vorverkauf. Die Preise pro Ticket (pro Ort beziehungsweise pro Veranstaltung) liegen bei mindestens 5 Euro. Online gibt es alle Informationen wie und wo Tickets zu erwerben sind.

spot-on-kultur.de

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