Aktion

Gesamtschule Ohligs pflegt Kooperation mit Schule in Afrika

Philomena und Toima Kiroya aus Emboreet in Tansania waren gemeinsam mit Dr. Fred Heimbach (l.) vom Verein Upendo in der Scholle zu Besuch. Gemeinsam engagieren sie sich in Afrika. Foto: Uli Preuss
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Philomena und Toima Kiroya aus Emboreet in Tansania waren gemeinsam mit Dr. Fred Heimbach (l.) vom Verein Upendo in der Scholle zu Besuch. Gemeinsam engagieren sie sich in Afrika.

Besucher aus Tansania stellten sich den Schülern vor.

Von Simone Theyßen-Speich

„Karibu“ war groß an die Tafel der Klasse 6f geschrieben. Auf Kisuaheli heißt es „Willkommen“. So begrüßten die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in der Dependance an der Uhlandstraße am Donnerstag Besucher aus Tansania. Toima und Philomena Kiroya waren aus dem ostafrikanischen Staat nach Solingen gekommen. In verschiedenen Städten stellten sie derzeit ihr Engagement für den Ausbau von Bildungsangeboten in Tansania vor.

Ihr Besuch an der Scholle hatte aber auch einen ganz konkreten Grund. „Seit drei Jahren haben wir eine Kooperation mit dem Bildungsprojekt in Tansania und der Sekundarschule in Emboreet“, erklärte Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade. Der Kontakt läuft über den Verein „Upendo“. Der Biologe Dr. Fred Heimbah ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Entwicklungsprojekten in Afrika. Beim Besuch am Donnerstag in der Scholle war er auch dabei, zeigte Bilder von seinen vielen Besuchen in Afrika und fungierte als Übersetzer.

In Tansania gehen Kinder bis zu zehn Kilometer zur Schule

„Schule in Afrika ist ganz anders als hier in Solingen“, erklärte Toima Kiroya auf die Fragen der Ohligser Schüler. Bis zu zehn Kilometer gehen die Schüler in Tansania morgens zu Fuß zur Schule. In einer Klasse sitzen bis zu 100 Kinder.

„Aber wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht“, betont Dr. Fred Heimbach. Denn bis vor wenigen Jahren war es nicht selbstverständlich, dass jede Masai-Familie zumindest ein Kind in die Schule schicken soll. Stolz ist er auch auf das neue Schulgebäude der Sekundarschule in Emboreet mit großer Aula und einem Naturwissenschafts-Raum.

Die Ohligser Gesamtschüler waren nicht nur am Schulalltag im neun Flugstunden entfernten Tansania interessiert. Toima und Philomena Kiroya erzählten auch von den anderen Ernährungsgewohnheiten. Rindfleisch, Milch und Mais sind die Hauptnahrungsmittel dort. „Und bei großer Wasserknappheit trinken die Masai auch das Blut von Tieren“, so Toima Kiroya. Auch traditionellen Schmuck, Kleidung und andere Gegenstände der Masai hatten die Kiroyas mit nach Solingen gebracht. „Es ist eine Chance, unseren Kindern Einblicke in eine andere Kultur zu geben“, so Projektkoordinatorin und Lehrerin Sabrina Baesler.

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