Klingenkirche 2030

Gemeinden planen Personal gemeinsam

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Superintendentin Dr. Ilka Werner.

Was tun mit weniger Einnahmen? Evangelische Synode leitet Schritt auf Weg in die Zukunft ein.

Solingen. Die zehn evangelischen Kirchengemeinden wollen künftig ihre Personal- und Finanzausstattung gemeinsam planen. Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises beauftragte am Wochenende einstimmig vier Konzeptgruppen, damit, Vorschläge dafür zu erarbeiten. Superintendentin Dr. Ilka Werner bewertete dies als „echten Meilenstein“.

Dies ist Teil des Prozesses „Klingenkirche 2030“, mit dem der Kirchenkreis und seine Gemeinden auf den Rückgang der Kirchensteuereinnahmen um geschätzte 30 Prozent reagieren. Bei früheren Synoden hatte man sich gegen Fusionen der Gemeinden und für eine engere verbindliche Zusammenarbeit entschieden.

In den Konzeptgruppen soll es laut Kirchenkreissprecher Thomas Förster in den kommenden Monaten darum gehen, welche hauptamtlichen Personalstellen die Kirche ab 2030 für die Bereiche Pfarrdienst, Kirchenmusik, Gemeindediakonie und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Gemeinden und Kirchenkreis bereithalten soll. Fest stehe, dass es künftig weniger Mitarbeiter geben werde. Neue Projekte sollen aber möglich bleiben.

Festzulegen sei, wie sich Personalstellen im Rahmen fester Budgets, die von allen Gemeinden gemeinsam finanziert werden, auf Gemeinden und Kirchenkreis verteilen. So könnten Stellen aus Kirchensteuermitteln nur noch im Rahmen der verabredeten Budgets besetzt werden. Darüber hinausgehendes Personal müssten Gemeinden durch Spenden oder andere zusätzliche Einnahmen finanzieren.

Mitarbeiter und Projekte sollen auch übergemeindlich wirken

Die Arbeit der Beschäftigten soll möglichst nicht nur einer Gemeinde zugutekommen, sondern auch auf andere ausstrahlen. „So könnten Pfarrpersonen, Kirchenmusikerinnen, Jugendleiter und Mitarbeitende in der Gemeindediakonie zwar schwerpunktmäßig für eine einzelne Gemeinde arbeiten, mit einem Teil ihrer Stelle aber für übergemeindliche Projekte eingesetzt werden, erläuterte Rainald Rasemann, Vorsitzender des synodalen Arbeitskreises Finanzen. Zu überlegen sei, wo es sinnvoll sei, Stellen beim Kirchenkreis statt in den Gemeinden anzusiedeln.

Gut voran kommen laut Werner die Verhandlungen über eine künftige Verwaltungskooperation mit dem Kirchenkreis Wuppertal. Die soll Anfang 2023 starten.

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