Drittes Philharmonisches Konzert

Geigerin begeistert mit Saint-Saëns

Ins 19. Jahrhundert, die Zeit der Romantik, entführte Dirigent Daniel Huppert die Besucher des 3. Philharmonischen Konzertes der Bergischen Symphoniker. Dabei griff er auf die Werke dreier Komponisten zurück.

Von Klaus Günther

Wenn ein Musikfreund den Namen Georges Bizet hört, denkt er sicher an die Oper „Carmen“. Bizet, welcher den Welterfolg seiner Carmen nicht mehr erlebte, war aber auch ein großer Pianist, der sogar von Franz Liszt, dem Star seiner Zeit, bewundert wurde und dazu Schöpfer von zahlreichen Klavierwerken. Aus einem solchen entstand eine hübsche Orchestersuite „Jeux d’enfants“ (Kinderspiele), die Huppert im Großen Konzertsaal an den Beginn setzte. Das Orchesterstück beschrieb ein Wiegenlied, ein Liebespaar und endete mit Paukenschlag. Es war abwechslungsreich und eine sehr passende Einführung in den musikalischen Abend.

Für den zweiten Teil des Konzertes war der Komponist Camille Saint-Saëns ausgewählt worden – und die Zuhörer erwartete ein grandioses Erlebnis.

Saint-Saëns war ein Wunderkind. Er begann schon mit sechs Jahren zu komponieren. Kein Wunder, dass man ihn mit Wolfgang Amadeus Mozart verglich. Saint-Saëns unternahm weite Reisen und seine Kompositionen waren vielfältig. Besonders erfolgreich war sein Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 A-Dur.

Und eben dieses Konzert spielte am Dienstag als Solistin Liya Petrova mit den Bergischen Symphonikern – und hinterließ einen unvergesslichen Eindruck. Nach ihrem Vortrag des A-Dur-Konzertes erhoben sich die Besucher von den Sitzen. Auch nach den weiteren, hoch virtuosen Saint-Saëns-Stücken, die sie spielte, wollte der Beifall nicht enden.

Schumann setzte im großen Konzertsaal den Schlusspunkt

Der Komponist für den letzten Teil des Konzertprogrammes war Robert Schumann. Er kam 1810 in Zwickau zur Welt und war das jüngste von fünf Kindern. Er lernte schon früh Klavier spielen und komponierte sogar die ersten Klavierstücke.

Seine Sinfonie Nr. 4 d-Moll, mit welcher Daniel Huppert den Konzertabend abschloß, entstand 1841. Schumann schrieb sie für seine Frau Clara. Beim breiteren Publikum fand sie zunächst weniger Anklang. Die Sätze der d-Moll-Sinfonie gehen pausenlos in einander über. Dabei ist sie von stärkerer Intensität als die Frühlingssinfonie. Für die Interpretation von Daniel Huppert und den Symphonikern bedankte sich das Publikum mit sehr langem und herzlichem Applaus.

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