Krieg in der Ukraine

Stadtwerke und Busunternehmen Wiedenhoff bringen Hilfsgüter in die Grenzregion

Geflüchtete kommen privat bei Solingern unter.

Stadtwerke-Chef Andreas Schwarberg (v.l.), Pressesprecherin Lisa Nohl und Wiedenhoff-Geschäftsführer Ralf Weltersbach packen beim Beladen des Busses mit an.

Von Moritz Berger

Solingen. Es waren zahlreiche Kisten und Beutel, die mehrere Helfer am Samstag in einem großen Reisebus verstauten. Von Windeln über Hygieneartikel bis hin zu Decken und warmer Winterkleidung wurde dort alles eingeladen. Jene Sachen, die derzeit dringend an der polnisch-ukrainischen Grenze gebraucht werden.

In der polnischen Grenzstadt Przemysl kommen immer mehr Menschen an, die vor dem Krieg im Nachbarland geflohen sind. Und dort soll an diesem Montag auch der voll beladene Reisebus aus Solingen eintreffen, um die Geflüchteten mit dem Nötigsten zu versorgen. Auf dem Rückweg reisen dann etwa 50 hilfsbedürftige Ukrainer mit, die privat von Solingern aufgenommen werden. Für diese Aktion haben sich die Stadtwerke und die Firma Wiedenhoff zusammengeschlossen.

Im Fenster des Busses hängt eine blau-gelbe Flagge mit der Aufschrift „Help for Ukraine“ und einer abgebildeten Friedenstaube. Bis zur Ankunft in der Grenzregion liegen an diesem Samstagnachmittag noch etwa 1400 Kilometer vor dem Bus. Dass es überhaupt dazu kommt, ist auf die Mitarbeitenden der Stadtwerke zurückzuführen.

Initiative ging von Stadtwerke-Mitarbeitenden aus

„Diese beeindruckende Initiative ging von der Belegschaft aus, die unbedingt helfen wollte“, erläutert Geschäftsführer Andreas Schwarberg. Zuletzt sei alles sehr schnell gegangen, kam die Idee doch erst am vergangenen Dienstag auf. Ein kleines Team habe dann alles organisiert. Dabei sei aber klar gewesen: „Wir fahren erst, wenn jedem Geflüchteten hier ein Platz sicher ist“, betont Schwarberg.

Daran sollte es jedoch nicht scheitern. So folgten unzählige Angebote von Solingerinnen und Solingern auf den Aufruf, wer privat eine Unterkunft zur Verfügung stellen könne. „Wir wurden von der Hilfsbereitschaft wirklich überrollt“, erklärt Andreas Schwarberg.
So können Solinger den Menschen in der Ukraine jetzt helfen

Bis Freitag seien über 100 Angebote mit der Möglichkeit, rund 300 Menschen aufzunehmen, bei den Stadtwerken eingegangen. Eine zweite Fahrt ins Grenzgebiet ist daher bereits geplant. Somit handele es sich um ein „Projekt der Solinger“, betont Schwarberg und ergänzt, dass vor allem sie es seien, die langfristig helfen, indem sie jemanden bei sich aufnehmen.

Solinger helfen Ukrainern

Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine.  Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. D © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine.  Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine.  Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine.  Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Die Stadtwerke fahren mit Bussen voller Hilfsgütern an die Grenze der Ukraine, um den Menschen vor Ort zu helfen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Die Stadtwerke fahren mit Bussen voller Hilfsgütern an die Grenze der Ukraine, um den Menschen vor Ort zu helfen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Die Stadtwerke fahren mit Bussen voller Hilfsgütern an die Grenze der Ukraine, um den Menschen vor Ort zu helfen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Die Stadtwerke fahren mit Bussen voller Hilfsgütern an die Grenze der Ukraine, um den Menschen vor Ort zu helfen. © Christian Beier
Das Hotel „In den Strassen“ in Oberburg wird zur Unterkunft für die Menschen aus der Ukraine. Am Samstag sind viele Sachspenden für die Flüchtlinge angekommen.
Die Stadtwerke fahren mit Bussen voller Hilfsgütern an die Grenze der Ukraine, um den Menschen vor Ort zu helfen. © Christian Beier
Die Stadtwerke fahren mit Bussen voller Hilfsgütern an die Grenze der Ukraine, um den Menschen vor Ort zu helfen.
Die Stadtwerke fahren mit Bussen voller Hilfsgütern an die Grenze der Ukraine, um den Menschen vor Ort zu helfen. © Christian Beier

„Dennoch freuen wir uns, den Menschen auch als kleines Rädchen etwas helfen zu können“, erklärt Ralf Weltersbach, Geschäftsführer der Firma Wiedenhoff, die den Bus stellte. So ergebe sich ein großes Ganzes, wenn jeder den Beitrag leiste, den er leisten kann. „Das macht dann wiederum eine gute Partnerschaft aus“, hebt Weltersbach mit Blick auf die Kooperation mit den Stadtwerken hervor.

Caritas organisiert die Verteilung an der Grenze

Letztere haben dabei auch die Hilfsgüter gesammelt, die maßgeblich von den Mitarbeitenden stammen. Vor Ort an der polnisch-ukrainischen Grenze organisiert dann die Caritas die Verteilung der Flüchtlinge auf die Hilfsangebote. Es sei wichtig, nicht nur zu reden, sondern einen „Impuls zum Handeln“ zu setzen, betont Andreas Schwarberg und hofft auf weitere Initiativen. „Wir haben mit unserer Aktion jetzt den Startschuss gesetzt.“

Die ersten Flüchtlinge sind in Solingen-Burg angekommen.

Rubriklistenbild: © Christian Beier

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Walder Stadtsaal steht zum Verkauf
Walder Stadtsaal steht zum Verkauf
Walder Stadtsaal steht zum Verkauf
Unfall: Solingerin verliert kurzzeitig das Bewusstsein
Unfall: Solingerin verliert kurzzeitig das Bewusstsein
Unfall: Solingerin verliert kurzzeitig das Bewusstsein
Auf dem Dürpelfest geht es auch am Sonntag rund
Auf dem Dürpelfest geht es auch am Sonntag rund
Auf dem Dürpelfest geht es auch am Sonntag rund
Komischer Geruch - Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz
Komischer Geruch - Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz
Komischer Geruch - Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz

Kommentare