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Mittagstisch: Gasthof Löhdorf bietet Fleisch

Das Champignonschnitzel kostet mit Beilage 8,80 Euro.
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Das Champignonschnitzel kostet mit Beilage 8,80 Euro.

Klassische gutbürgerliche Küche gibt es in dem Aufderhöher Restaurant.

Von Daniela Neumann

Solingen. Der Gasthof Löhdorf hat jeden Tag von 11 bis 14.30 und von 17 bis 22.30 Uhr geöffnet. Derzeit lädt die zusätzliche Oktoberfest-Karte zu deftigen Schmankerln von Haxe bis Leberkäse ein. Zum Konzept gehören außerhalb von Feiertagen Aktionstage.

Oktoberfest-Haxen wären mir zu viel gerade, doch auch das Schnitzel sättigt ordentlich. Serviert wird es mir von Mate Kozulj.

So ist der Montag Fisch- und der Dienstag Schnitzeltag, mittwochs steht das Rumpsteak im Fokus, donnerstags sind Burger im Mittelpunkt. „Im Sommer gibt es jeden Freitag Grillbüfetts und samstags Cocktails“, ergänzt Mate Kozulj. Seine Frau Diana ist die Inhaberin des Restaurants an der Löhdorfer Straße in Aufderhöhe. Seit 19 Jahren führt die Familie samt Team den Gasthof. Hier kommen gerade auch Ältere gern regelmäßig hin, die die klassische gutbürgerliche Küche schätzen, stelle ich fest. Mit Biergarten, Thekenbereich und festlicherem Raum inklusive Sky und Leinwand ist Familie Kozulj breit aufgestellt. Der Umgang ist höflich, doch locker, zwei Zeichen gelebter Gastfreundlichkeit.

Die kroatische Note etwa mit Djuvec-Reis als möglicher Beilage reizt mich, doch an meinem Besuchstag Dienstag habe ich Hunger auf ein Schnitzel mit Bratkartoffeln von der Aktionskarte. Diese ist auch im Internet zu finden und bietet neben bekannten Kombinationen zudem Besonderes wie Spinatschnitzel. Ich entscheide mich für das Champignonschnitzel. Dieses kostet mit Beilage 8,80 Euro. Mein stilles Gastro-Wasser ist angenehm kühl und wird mir in einem passenden Glas serviert.

Vor dem Hauptgericht ist mittags eine Tagessuppe inklusive

Schnell bekomme ich die Tagessuppe serviert. Die ist immer mittags inklusive, erklärt Mate Kozulj. Abends gebe es stattdessen ein Schnäpschen, Julischka, hinterher, sagt er lächelnd. Die Rinderkraftbrühe mit Nocken ähnlich wie Gnocchi ist lecker gekocht, reichhaltig in sich, und ich schmecke, dass die Nocken hausgemacht sind. Dann kommt das Hauptgericht.

Die Bratkartoffeln sind gut gesalzen und um ordentlich Speckstücke angereichert. Würzig bis zum letzten Bissen. Beim Schweineschnitzel gefällt mir, dass die Panade leicht um das Fleisch fällt, ein Qualitätsmerkmal. Mit dem Solinger Messer komme ich gut zurecht. Ich finde, es müsste hier jetzt eigentlich Champignon-Rahm-Schnitzel heißen, denn zu den Pilzen gibt es viel dichte Soße über dem Fleisch. Ich schaffe diese nicht ganz.

Mit einem Schnitzel Wiener Art und einem Salat für zwei Euro extra zum Essen würde ich das Schnitzel besser auskosten können, überlege ich für mich, das wäre was fürs nächste Mal. Oder ein Putenschnitzel. Oder was anderes von der umfangreichen Standard-Karte. Wer Fleisch mag, ist hier richtig. Und das sind um mich herum einige.

Fazit: Bürgerliche Klassiker.

ST-Mitarbeiterin Daniela Neumann nimmt Cafés, Bistros, Restaurants und Gaststätten in Solingen unter die Lupe. Dabei entstanden ist eine bunte Serie über den Solinger Mittagstisch im Test.

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