Stadtwerke geben CO2-Abgabe weiter

Gaspreise steigen in Solingen um acht Prozent

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Wer mit Gas heizt, muss tiefer in die Tasche greifen.

Die Stadtwerke geben die Preissteigerungen der neuen CO2-Abgabe an ihre Gaskunden weiter.

Von Andreas Tews

Solingen. Gegenüber den Tarifen, die bis zur vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung galten, steigt der Verbrauchspreis für die meisten Kunden je nach Tarif um rund sieben bis acht Prozent (0,54 Cent  pro Kilowattstunde). Gegenüber dem seit Juli reduzierten Preis mit gesenkter Mehrwertsteuer bedeutet dies sogar eine Steigerung um zehn bis zwölf Prozent. Auch den Grundpreis heben die Stadtwerke wieder auf das Niveau der Zeit vor der Steuersenkung an.

„Wir werden lediglich die gesetzliche Erhöhung an unsere Kunden weitergeben.“
Felix Henke, Stadtwerke

Die CO2-Abgabe hat die Bundesregierung im vergangenen Winter im Zuge ihres „Klimapakts“ beschlossen. Die Regelung tritt Anfang 2021 in Kraft. Das Ziel ist es, durch höhere Preise den Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlenstoffdioxid (CO2) zu verringern. Hersteller und Anbieter von Waren sowie Energieversorger müssen extra dafür bezahlen, wenn bei der Verbrennung ihrer Produkte CO2 entsteht. Wer wieviel bezahlt, wird anhand der Menge des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes berechnet. Oft geben die Unternehmen dies als Aufpreis an ihre Kunden weiter. Dies hat zur Folge, dass die Produkte teurer werden.

Von der Preiserhöhung betroffen seien alle 24 000 Gaskunden der Stadtwerke, erklärte Felix Henke, Abteilungsleiter Verkaufsmanagement des lokalen Energieversorgers. Er versichert, dass zum Jahreswechsel nur die neue Abgabe an die Kunden weitergegeben werde. Einen zusätzlichen Aufschlag gebe es nicht.

Mehr bezahlen müssen bei zwei Tarifen („Klingenstrom Plus Privat Fix“ und „Klingenstrom Wärmepumpe“) auch Stromkunden der Stadtwerke. Die Erhöhung macht sich durch 1,7 bis 1,9 Cent pro Kilowattstunde und einen um 10 oder 11,90 Euro höheren Grundpreis pro Jahr bemerkbar. Für die meisten Stromkunden ändere sich nichts, versichert Henke.

Gaskunden müssen demnächst wohl tiefer in die Tasche greifen. Grund ist unter anderem eine Klimaschutzmaßnahme.

Zunächst hieß es im Text, die Erhöhung betrage 5,4 Cent. Wir haben die Angabe korrigiert.

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