Tipps

Gas: Verbrauch sollte dokumentiert werden

Die Kosten für Gas und Strom steigen erheblich.
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Die Kosten für Gas und Strom steigen erheblich.

Haus & Grund gibt Tipps zum Umgang mit steigenden Energiepreisen.

Von Philipp Müller und Manuel Böhnke

Solingen. Am 1. Oktober wird die Gasumlage eingeführt. Zudem haben bereits viele Energieversorger ihre Preise erhöht – oder eine Steigerung angekündigt. Angesichts dieser Entwicklungen rät der Eigentümerverein Haus & Grund Solingen, den bisherigen Verbrauch zu notieren und den Zählerstand zu fotografieren. Nur so könne man dokumentieren, wie viel Gas zu den bisherigen, verhältnismäßig günstigen Konditionen verbraucht worden ist. „So schützt man sich vor Irritationen, Ärger und überhöhten Rechnungen“, betont der Vorsitzende Dr. Hans Reinold Horst.

Wie vielfach berichtet, lässt die eingetretene Versorgungsknappheit den Gaspreis stark ansteigen. Im August haben etwa die Stadtwerke Solingen angekündigt, die Arbeitspreise deutlich zu erhöhen. Hinzu kommen staatliche Umlagen. Gleichzeitig soll die Mehrwehrsteuer auf Gas im Oktober von 19 auf 7 Prozent sinken. Der Energieversorger geht von durchschnittlichen Mehrkosten in Höhe von 70 Prozent für seine Gaskunden aus.

Er erwarte nicht, dass die Versorgungsunternehmen anlässlich der Preiserhöhung Ablesedienste ins Haus schicken werden, die den bisherigen Verbrauch dokumentieren, erklärt Horst. Deshalb rät er, zum Stichtag der Preisumstellung die bisherigen Verbräuche abzulesen und fotografisch wie schriftlich zu dokumentieren“. Beispielsweise mit einer aktuellen Zeitung lasse sich das Ablesedatum auf der Fotodokumentation verdeutlichen. Die Verbrauchswerte sollten unter Angabe der Kunden- und Rechnungsnummern dem Gasverbraucher geschickt werden.
Wie sich einfach Energie sparen lässt

Stadtwerke informieren Kunden über zukünftige Belastung

Das Vorgehen hält Hans Reinold Horst auch mit Blick auf den Stromverbrauch für sinnvoll. In diesem Bereich sind ebenfalls teils erhebliche Preissteigerungen festzustellen.

Derweil müssen sich die Energieversorger mit der Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung beschäftigen. Darin ist eine Informationspflicht über Preissteigerungen vorgeschrieben. Unter anderem müssen Gas- und Wärmelieferanten ihren Kunden bis zum 30. September mitteilen, wie hoch Energieverbrauch und -kosten in der vorangegangenen Abrechnungsperiode war. Gleichzeitig müssen sie über die Höhe der voraussichtlichen Energiekosten für das Gebäude oder die Wohneinheit informieren – inklusive des Einsparpotenzials, wenn man die durchschnittliche Raumtemperatur um ein Grad Celsius senkt.

„Wir befinden uns mit der Wohnungswirtschaft in direkter Abstimmung, wie die entsprechenden Informationen für den Endverbraucher aufbereitet werden können“, teilen die Stadtwerke dazu auf Anfrage mit. Der Versorger weist darauf hin, dass Privatkunden Informationen zum Gasverbrauch und Wärmemenge über die Verbrauchsabrechnung erhalten. In Verbindung mit der anstehenden Preiserhöhung werde man zudem alle Kunden „dezidiert über die zukünftige Belastung informieren“.

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