Kultur

Gala bietet künstlerisches Feuerwerk

Le Petit Monsieur machte erfolgreich den Eisbrecher bei der Gala im Pina-Bausch-Saal.
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Le Petit Monsieur machte erfolgreich den Eisbrecher bei der Gala im Pina-Bausch-Saal.

Show setzt faszinierendes Ausrufezeichen hinter die Walder Theatertage.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Zum 25. Geburtstag der Walder Theatertage wurde auf der Bühne des Pina-Bausch-Saales am Samstagabend ein künstlerisches Feuerwerk gezündet: Durch Corona um zwei Jahr verschoben, setzte die Gala-Show ein dickes, buntes und faszinierendes Ausrufezeichen hinter die diesjährige Veranstaltungsreihe.

Als Moderator führte Slam-Poet und Kabarettist Philipp Scharrenberg durch den Abend, der trotz seiner zeitlichen Länge zu keinem Moment an Spannung, Energie und Unterhaltungskraft verlor. Dazu trugen auch Scharrenbergs amüsanten und pointierten Reim-Gebäude bei, mit denen er seine hochkarätigen Kollegen und Kolleginnen ankündigte und Lust auf mehr davon machten. Im zweiten Teil der Gala wurde er tatsächlich selbst zum Show-Act und begeisterte mit urkomischen und zugleich tiefsinniger Wort- und- Satz-Akrobatik über die „Made“.

Davor und danach reihten sich hochkarätige Varieté-Größen aneinander, die staunen, lachen, schmunzeln und mitfiebern ließen. Le Petit Monsieur machte erfolgreich den Eisbrecher und sorgte mit seinen Bemühungen, ein aufgesprungenes Wurfzelt wieder zurück in die dafür vorgesehene Kiste zu bekommen, für erste Lachtränen. Stammgäste der Walder Theatertage freuten sich am Wiedersehen mit Nakupelle, der mit seinem Clown-Charme gleich in zwei Nummern unterhielt und für die zweite Unterstützung aus dem Publikum erhielt.

Partnerakrobatik, Artistik und Humor waren die Stichworte der Company Satchok, die mit ihrer Darbietung echte Spannung aufbaute. Simone Fassari und Camilla Pessi als Compagnia Baccalà berührten mit ihrem Mix aus zarter Poesie und außergewöhnlichem artistischem Können: Gebannt verfolgte der Saal, wie man Akkordeon spielend von der höchsten Sprosse einer Strickleiter bis nach unten durchklettern kann – und das mit solcher Leichtigkeit, als benutze man eine normale Treppe.

Die drei Künstler Tridiculous überzeugten durch außergewöhnliche Körperbeherrschung und die Kunstfiguren Arthur Senkrecht und Sven Hussock als komisches Duo sorgten ebenfalls für magische Momente.

Fehlen von Peter Wirtz ist der einzige Wermutstropfen

Dass Ex-Fals-Schulleiter Peter Wirtz durch eine Erkrankung nicht an der Jubiläums-Gala teilnehmen konnte, war ein Wermutstropfen in dem wieder einmal beeindruckend runden Ganzen. Auf Anregung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) schickte ihm das Publikum einen dicken Applaus via Live-Handy-Video in sein Krankenzimmer und würdigte damit sein jahrzehntelanges Engagement als „Großvater“ und Motor der Walder Theatertage.

Der diesjährige von den Walder Theatertagen ausgelobte und von den Stadtwerken gesponserte „Preis der jungen Poeten“ ging an Anna-Lisa Tuczek für einen Text, in dem sie sensibel dem Thema Demenz nachgeht.

Walder Theatertage: Straßentheater ist Publikumsmagnet

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