Verbraucherzentrale

Für Energieausweise gelten neue Regeln

Laut Angaben der Verbraucherzentrale bieten Energieausweise eine gute Orientierung über den energetischen Zustand eines Gebäudes.
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Laut Angaben der Verbraucherzentrale bieten Energieausweise eine gute Orientierung über den energetischen Zustand eines Gebäudes.

Ausstoß von Treibhausgasen rückt in den Fokus

Solingen. Immer wenn Immobilien neu vermietet oder verkauft werden, kommen sie ins Spiel: Energieausweise. Laut Angaben der Verbraucherzentrale bieten die Dokumente eine gute Orientierung über den energetischen Zustand eines Gebäudes. Der sei nicht nur für den Klimaschutz wichtig, sondern auch mit Blick auf den Geldbeutel. „Durch den CO2-Preis auf fossile Energieträger wie Öl und Gas steigen in vielen Haushalten die Heizkosten“, erklärt Florian Bublies. Der Energieexperte der Solinger Beratungsstelle der Verbraucherzentrale weist auf neue Regeln hin, die seit dem 1. Mai für Energieausweise gelten.

In welchen Fällen wird ein Energieausweis benötigt?

Nicht nur bei einem Verkauf oder einer Vermietung ist ein Energieausweis Pflicht, sondern auch für Neubauten. „Bereits bei der Besichtigung sollte der Energieausweis der interessierten Person vorgelegt werden“, betont Bublies. Der Verband Haus & Grund Rheinland Westfalen weist darauf hin, dass diese Pflicht nun nicht mehr nur die Eigentümer treffe, sondern explizit auch Immobilienmakler.

Entscheidend sei das gesamte Dokument inklusive Modernisierungsempfehlungen. Sind energetische Verbesserungen möglich, muss der Ausweis Bublies zufolge auch diese beinhalten. Es gibt allerdings Ausnahmen für diese Regeln: „Solange das Wohneigentum selbst genutzt oder nicht neu vermietet wird, wird kein Energieausweis benötigt.“

Welche Neuerungen enthalten die Energieausweise?

Neu ist, dass auf den Energieausweisen zukünftig auch die Treibhausgasemissionen angezeigt werden, die der Gebäudebetrieb verursacht. „Weil diese Angabe auf je einen Quadratmeter Wohnfläche des Gebäudes bezogen wird, können die Bewohner ihre CO2-Bilanz in den eigenen vier Wänden einfach abschätzen“, erläutert Bublies. Darüber hinaus zeigen die Dokumente anhand einer farbigen Skala von A+ bis H, in welchem energetischen Zustand sich das Gebäude befindet. Demnach liege ein gut modernisiertes Einfamilienhaus normalerweise in der Effizienzklasse C.

Müssen alte Ausweise sofort erneuert werden?

Florian Bublies gibt Entwarnung. Der Energieberater erklärt, dass Energieausweise grundsätzlich zehn Jahre gültig seien. „Die alten Ausweise werden also noch einige Zeit im Umlauf sein.“ Nur neu ausgestellte Nachweise müssen die zusätzlichen Angaben zur Höhe der CO2-Emissionen enthalten. Für Neubauten gelte dies bereits seit dem November vergangnen Jahres, für Bestandsbauten ab Mai 2021.

Wie lässt sich die Energiebilanz verbessern?

Bei einer schlechten Energiebilanz rät Florian Bublies zu Modernisierung. Denkbar sei, die Heizanlage zu optimieren sowie Dach und Fassade aufzuwerten. Der Experte berichtet: „Dadurch steigt der Wert der Immobilie und es sinken die Energiekosten. Gleichzeitig winken attraktive Fördermittel, die 2020 deutlich erhöht worden sind.“

Beratung

Am Solinger Standort der Verbraucherzentrale informiert Diplom-Ingenieur Florian Bublies zu Energiethemen. Die Beratungsstelle am Werwolf ist telefonisch unter Tel. (02 12) 22 65 76 01 sowie per Mail zu erreichen.

solingen.energie @verbraucherzentrale.nrw

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