Historisches Foto

Welches Firmen-Areal erkennen Sie auf diesem Foto?

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Welches Firmen-Areal erkennen Sie auf diesem Foto?

Das historische Foto zeigte den Piepersberg vor der Entwicklung zum Gewerbegebiet.

Von Manuel Böhnke

Das neue Rätsel: Wir bleiben wirtschaftlich, wechseln aber den Stadtteil. Welches Firmen-Areal erkennen Sie auf diesem Foto? Schreiben Sie uns Ihre Geschichten und Erinnerungen dazu. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften bis zum Donnerstag, 3. November, gerne per Mail an: redaktion@solinger-tageblatt.de

Auf das historische Foto der vergangenen Woche antwortete der frühere ST-Wirtschaftsredakteur Fred Lothar Melchior seinerseits mit einem Bild. Es zeigt Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol nebst Karte des „Businessparks Piepersberg“. Auf dem Rätselfoto der vergangenen Woche war das Gewerbegebiet vor seiner Entwicklung abgebildet.

An die Wiesen und Felder rund um den Piepersberg vor dessen Be- bauung erinnern sich viele ST-Leserinnen und -Leser.

Heute ist die Fläche Sitz „guter und wichtiger Solinger Firmen“, betont Gunter William Spiegel. An die Zeit davor kann sich Annemarie Johann gut erinnern. In ihrer Kindheit vor knapp 80 Jahren prägten Wiesen und Felder das Gebiet. Ihrer Schilderung nach ist im Hintergrund der Luftaufnahme der frühere Besitz des Bauern Keull, der seinen Hof mitten im Gräfrather Ortskern bewirtschaftete, zu sehen. Das Land im Vordergrund habe der Familie Jacobs aus der Bandesmühle gehört.

In einer Talsenke befand sich Johann zufolge ein Haus samt Feuerstelle der Jägerschaft Gräfrath. „Dort traf man sich und konnte unter anderem fangfrische Forellen aus einem Bach, der das Tal durchzog, zubereiten“, berichtet sie. Auch erkannte Johann am unteren Bildrand die heutige Korkenziehertrasse, „wo damals noch die Dampflok fauchend vorbeistampfte“.

Heute sind in dem Gewerbegebiet alle Flächen mit Firmenansiedlungen belegt.

Mit dem Piepersberg erkannte Helmut Schwarz am vorigen Samstag seinen „Lieblingsort“ im ST. Als dort noch die Natur vorherrschte, sei er zu jeder Jahreszeit vor Ort gewesen. Vor allem der romantische Blick nach Wald bleibt ihm in Erinnerung. „Schade, dass so ein schönes Stück Natur für die Industrie weichen musste“, schreibt Schwarz.

Vorgesehen sei dort eine Deponie gewesen, berichtet Norbert H. Posthum. Doch es kam anders. Anfang der 2000er Jahre begann die Wirtschaftsförderung mit der Vermarktung des 220 000 Quadratmeter großen Areals, 2008 entstand das erste Gebäude. Heute gibt es auf dem Gelände keine freien Flächen mehr.

Ganz viele weitere historische Fotos für Rätselfreunde

ST-Leser Frithjof Janssen arbeitete auf dem Piepersberg, als dort noch keine Firmen zu finden waren. Zum Errichten der Erschließungsstraße war es notwendig, den felsigen Untergrund der Äcker anzuschneiden. Er war mit dem Bewachen der Baustelle betraut. Heute schätzt er als Wanderer „die Anpflanzung von Wildobstgehölzen längs des Roggenkamps und auf den Restflächen nahe der Wuppertaler Straße“.

„Aus heutiger Sicht würde man Piepersberg-Ost wahrscheinlich nicht mehr als Gewerbegebiet durchsetzen können. Vor 30 Jahren war man leider noch nicht so weit, die Folgeprobleme der Versiegelung zu sehen“, betont Christian Robbin. Er gehört „Rettet das Ittertal“ an. Seit 2012 kämpft die Bürgerinitiative gegen die Versiegelung von Ackerflächen am nördlichen Stadtrand. Ohne den Einsatz der Naturschützer wären auf die Gebiete Piepersberg-Ost und Fürkeltrath 1 bereits die Bebauung von Piepersberg-West und Fürkeltrath 2 gefolgt, ist Robbin dafür, brachliegende Gewerbegebiete für Neuansiedlungen zu ertüchtigen.

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