Friseur am Klinikum: Aus früheren Patienten wurden Stammkunden

Inhaberin Katja Bertsche-Conrads (Mitte) betreibt mit ihrem Team seit 25 Jahren den Friseursalon im Klinikum. Foto: Christian Beier
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Inhaberin Katja Bertsche-Conrads (Mitte) betreibt mit ihrem Team seit 25 Jahren den Friseursalon im Klinikum.

Friseursalon im Klinikum feiert 25-jähriges Bestehen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Seit 25 Jahren betreibt Katja Bertsche-Conrads ihren „Friseursalon im Klinikum“. Das Jubiläum konnte pandemiebedingt jetzt zwar nicht groß gefeiert werden. Für die Friseurmeisterin und ihr Team ist es trotzdem ein Anlass, auf ein Vierteljahrhundert zurückzublicken.

Im Salon selbst ist Katja Bertsche-Conrads sogar schon fast 30 Jahre. „Mit 20 Jahren habe ich hier unter der Leitung meines Vaters angefangen“, erinnert sie sich. Hansjörg Bertsche, mittlerweile 78 Jahre alt, ist selbst noch – nur wenige Meter entfernt – in seinem Salon an der Frankenstraße aktiv. Als damals jüngste Friseurmeisterin in Nordrhein-Westfalen hat sich die heute 49-Jährige mit nur 24 Jahren selbstständig gemacht.

Heute hat sie ein siebenköpfiges Mitarbeiterteam. Auch das Angebot hat das Damen-, Herren- und Kinderfriseur-Geschäft im Laufe der Zeit erweitert. So gibt es heute auch ein Zweithaarstudio. „Durch die Nähe zum Klinikum bietet es sich für uns an, Perücken für Menschen, die krankheitsbedingt ihre Haare verloren haben, anzubieten“, erklärt die Chefin. Im Laufe der 25 Jahre habe man das Geschäft und das Angebot ständig weiterentwickelt. Auch wenn die Räume in der Eingangshalle des Klinikums integriert seien, sei man doch „ein ganz normaler Friseursalon“, betont sie. Aus vielen Patienten oder Krankenhaus-Besuchern seien im Laufe der Jahre Stammkunden geworden. So habe man etwa 80 Prozent Stammkunden und 20 Prozent Laufkunden. Das seien oftmals Patienten aus dem Krankenhaus. „Wir bedienen sie auch auf den Zimmern, wenn sie nicht mobil sind“, erklärt Katja Bertsche-Conrads. Sogar Langzeitpatienten auf der Intensivstation habe sie schon mit einer neuen Frisur eine Freude bereiten können. Ein Herrenfriseur im Team kümmert sich zudem bei den Patienten auch um Bärte und Rasuren.

Nach der sechswöchigen Zwangsschließung beim Lockdown im Frühjahr sei das Geschäft jetzt „ganz normal“ geöffnet – auch wenn am Eingang des Klinikums verschärfte Eingangs-Kontrollen herrschten.

Solingen: Salon im Klinikum ist ganz normal zugängig

„Die Kunden melden sich bei uns telefonisch an, und am Eingang liegt dann täglich eine Liste mit unseren Kunden aus, die ohne weitere Registrierung eingelassen werden“, erklärt Bertsche-Conrads das Prinzip. Und natürlich seien auch kurzfristige Termine möglich.

Auch ansonsten stehe das Hygiene-Konzept. Alle Mitarbeiter tragen FFP2-Masken. Und damit das Masken-Gummiband hinter den Ohren der Kunden beim Haarschnitt nicht stört, hat man sich eine „Spezial-Befestigung“ der Masken-Gummis mit einem Kamm im Nacken ausgedacht.

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