Fridays for Future stellt Forderungen

Positionspapier zum Klimaschutz

Von Timo Lemmer

Die Suche nach Aufstellmöglichkeiten für Windenergieanlagen, Photovoltaik auf allen städtischen Gebäuden, energetische Sanierung aller Gebäude binnen 15 Jahren, Attraktivierung von Fahrrad- und öffentlichem Personennahverkehr, das Einstellen von Nachhaltigkeitsverantwortlichen für jeden Stadtdienst, die Förderung von E-Mobilität, oder das Fördern von Klimabewusstsein im Unterricht: Diese und weitere Forderungen im Sinne des Klimaschutzes stellen die Aktivisten von Fridays for Future Solingen an Stadt und Kommunalpolitik.

Dazu präsentierten drei Mitglieder der Ortsgruppe im Beirat Nachhaltige Kommune ein umfassendes Positionspapier unter dem Titel „Solingen muss 2030 klimaneutral sein“. Darin betonen sie die große Bedeutung von Kommunen im Kampf gegen die „existenzielle Krise der Menschheit“. Als grundlegende Maßnahme wird verlangt, dass Solingen formal den Klimanotstand ausruft, um Vorbild zu sein und strikter handeln zu können. Weiter heißt es, neben der Vorbildfunktion von Kommunen könnten diese auf wesentliche Felder im Kampf gegen die Erderwärmung direkt Einfluss nehmen. Aufgeführt sind: Schule, Bildung, Ernährung, Gebäude, Flächennutzung, Energieversorgung und Verkehrsinfrastruktur. Dabei formulierten Till Burberg, Tom Leo und Johanna Limbach für die Solinger Ortsgruppe indes nicht nur Ziele, sondern gleich eine Menge Lösungsideen.

Dass indes sehr streitbare Forderungen enthalten sind, offenbarte die anschließende Diskussion – denn Gegenwind gab es, obwohl die Beiratsmitglieder, die das Wort ergriffen, unisono klarstellten, der Jugendbewegung sehr wohlwollend gegenüber zu stehen. „Hinter einigen Vorhaben wird man viele Menschen versammeln können“, so die Beiratsvorsitzende Friederike Sinowenka (SPD) mit Blick etwa auf grüne Schulhöfe.

Henner Pasch von den Wirtschaftsjunioren kritisierte mit Blick auf eine verpflichtend geforderte energetische Gebäudesanierung, dass die Umsetzung viel Geld koste. Er warnte vor weiter steigenden Mieten. „Was aber städtische Gebäude betrifft“, fuhr Pasch fort, „da muss es genauso gemacht werden, wie ihr fordert.“ Ariane Bischof, Nachhaltigkeitsbeauftrage der Stadt, unterstrich das, wies aber auch daraufhin, dass nur zwei Prozent aller Gebäude in Solingen in städtischer Hand seien.

Viel Applaus spendeten derweil unter anderem Dietmar Gaida (Grüne) oder Dr. Jan Boomers (Biologische Station Mittlere Wupper).

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