Freunde des Klingenmuseums brauchen mehr Mitstreiter

Mit gebotenem Abstand tagten die Mitglieder des Freundeskreises Deutsches Klingenmuseums bei ihrer Hauptversammlung. Foto: Christian Beier
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Mit gebotenem Abstand tagten die Mitglieder des Freundeskreises Deutsches Klingenmuseums bei ihrer Hauptversammlung. Foto: Christian Beier

Förderer treffen sich zur Hauptversammlung

Von Stephanie Licciardi

Es gab viel zu bereden für 25 Mitglieder des Freundeskreises Deutsches Klingenmuseums (DKM). Zur Hauptversammlung trafen sie sich am Klosterhof. Neben der anstehenden Neukonzipierung des Museums und der Sanierungsarbeiten standen Rückblicke an. Die Hauptversammlung sei für März diesen Jahres geplant gewesen, berichtet Museumsleiterin Dr. Isabell Immel. „Doch dann kam Corona und wir mussten das DKM für sieben Wochen schließen sowie alle Veranstaltungen absagen.“ Besonders bitter sei die Absage des mit der Universität Bonn geplanten Projektes „Battle magic“ gewesen sowie die ausgefallene Knife 2020 (siehe Kasten) zu der bereits rund 180 Aussteller angemeldet waren.

„Ein Museum lebt von Veränderungen“, betonte der Freundeskreis-Vorsitzende Franz Haug. Diese Veränderungen stößt das Haus ab Ende September an. Mit Merz Merz aus Berlin haben sich Immel und ihr Stellvertreter Dr. Sixt Wetzler eines der bekanntesten Planungsbüros der bundesweiten Museumslandschaft ins Boot geholt. „Ab Ende September beginnen wir mit den ersten Arbeiten und planen zeitgleich schrittweise die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Gebäude“, sagte Immel. Auch die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch. So hat der Landesverband Rheinland (LVR) eine Förderung von 50 000 Euro bewilligt, die für eine Museumssoftware – Museum Plus – genutzt werden.

Sorgen bereitet dem Freundeskreis der fehlende Nachwuchs. Allein 2019 sind 18 Mitglieder ausgetreten, demgegenüber stehen gerade einmal sechs Neumitglieder. Aktuell beläuft sich die Mitgliederzahl auf 273. Es sei an der Zeit, das Museum nicht nur für Solinger wieder präsenter zu machen, sondern gezielt zu bewerben, sagte Haug. Die Anziehungskraft müsse verstärkt werden. Denn das Haus solle mehr bieten als die Identifikation mit der Vergangenheit des alten „Solig“ und der Geschichtsvermittlung. Mit Ausstellungen oder auch Ferienprogrammen möchte es für junge und alte Besucher eine interessante Anlaufstelle bieten.

Knife 2021

Das Deutsche Klingenmuseum, die Stadt Solingen und der Vorstand der Deutschen Messermacher Gilde sind in Abstimmung mit dem Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren zum Entschluss gekommen, 2021 nicht die Messe Knife auszurichten. Zusammen mit Erich Niemeier, dem ersten Vorsitzenden der Gilde, plant das Museum stattdessen den „Tag des Messers“, der Mitte Mai stattfinden soll.

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