Stadtrundfahrt

Fahrt im Cabrio-Bus verschafft neuen Blick auf Solingen

Nach der Abfahrt am Gründer- und Technologiezentrum führt die Tour quer durch die Stadt.
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Nach der Abfahrt am Gründer- und Technologiezentrum führt die Tour quer durch die Stadt. 

Der Verein Bergisches Land Tourismus Marketing und Dr. Tigges-Reisen organisieren Fahrten im Doppeldecker.

Von Andreas Römer

Solingen. Solingen aus einer anderen Perspektive, ein bisschen von oben, sehen kann man bei der Stadtrundfahrt mit dem Cabrio-Bus. Oben offen – bei Regen kann das Dach geschlossen werden – durch die Klingenstadt zu fahren, verschafft den einen oder anderen Blick auf Dinge, die man zuvor vielleicht gar nicht gesehen hat.

Wer gerne wandert, findet hier Tourentipps

Die Kooperation vom Verein Bergisches Land Tourismus Marketing und Dr. Tigges-Reisen bietet mit dem roten Doppeldecker unterschiedliche Touren an: Dreimal im Monat geht es bei der Bergischen Tour durchs Städtedreieck. Die fünfstündige Rundfahrt startet jeweils in einer der drei Städte und anschließend wird immer dort eine rund zweistündige Stadtrundfahrt durchgeführt. Also gibt es einmal im Monat eine Stadtrundfahrt in Solingen. Am vergangenen Sonntag startete die Tour am Gründer- und Technologiezentrum und nach den Regentagen zuvor, zeigte sich der Himmel zunächst von seiner besten Seite, die Sonne ließ das Herbstlaub leuchten.

Wer oben sitzt, muss sitzenbleiben.

Fachkundig führte Tourguide Dietmar Gaida durch Solingen. Er hat eigens eine Weiterbildung gemacht, damit er als Stadtführer den Menschen seine Heimat näherbringen kann. Als echter Solinger und engagierter Lokalpolitiker kennt er sich bestens aus und erläutert interessant und spannend an den verschiedenen Orten, Geschichtliches oder auch Geplantes. Dabei kann man ihn überall im Bus sehr gut verstehen, die Lautsprecheranlage ist sehr gut und manch einer ist froh, nicht mit Billigkopfhörern ausgestattet worden zu sein. Da Gaida zuvor bereits die fünfstündige Tour begleitet hat, ist seine Stimme am Schluss ordentlich geschafft.

Die vermeintlichen Tourismus-Highlights Müngstener Brücke, Burg und Gräfrath lässt die zweistündige Rundfahrt aus, was sie aber nicht weniger interessant macht. Wer oben sitzt, muss in jedem Fall sitzenbleiben – zu gefährlich! In der Stadt gibt es die Oberleitungen der Busse, und an manch anderer Straße erwischt der Bus die tiefhängenden Äste der Bäume.

Viele Menschen winken dem roten Ungetüm freundlich zu

Und die Fülle an Informationen ist unbegrenzt. Solinger Geschichte wird vermittelt, von 26 Schleifkotten bis zur Erfindung des Nirostastahls. Man passiert einige alte Rathäuser in Höhscheid, Ohligs, Merscheid oder Wald und erfährt, dass der Höhscheider Weg, an dem der Bus schon ein bisschen zu kämpfen hat, früher im Volksmund der Eselsweg war.

Und wer wissen will, warum es ein Fürstentum Merscheid gab, wo die „Schirm-Baron-Straße“ oder die sozialistische Meile ist, der sollte unbedingt einmal die Tour mitmachen, die sicherlich nicht nur für Touristen von außerhalb interessant ist. Und ein bisschen besonders darf man sich auch fühlen: Viele Menschen winken freundlich dem roten Ungetüm, und man grüßt erhaben von oben zurück.

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